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Amtsverzicht von Bischof in Diözese Rottenburg-Stuttgart

Der 11. Bischof in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, gibt sein Amt, so wie es das Kirchenrecht vorsieht, Anfang Dezember auf. Doch bis zur Wahl seines Nachfolgers vergeht einige Zeit.
Bischof Gebhard Fürst
Gebhard Fürst, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart. © Christoph Schmidt/dpa

Der Amtsverzicht von Bischof Gebhard Fürst aus Altersgründen wirft die Frage auf, wie es jetzt in der Diözese Rottenburg-Stuttgart weitergeht. Gemäß Kirchenrecht sind Diözesanbischöfe verpflichtet, mit Vollendung ihres 75. Lebensjahres, dem Papst ihren Amtsverzicht anzubieten.

Der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart erreicht am 2. Dezember dieses Alter und hat deshalb um Amtsverzicht gebeten. Nimmt der Papst den Amtsverzicht an, beginnt mit dem im Dekret aufgeführten Datum die sogenannte Sedisvakanz. Fürst ist das Oberhaupt von knapp 1,7 Millionen Katholikinnen und Katholiken in Württemberg.

Das ist die Zeit, in der eine Diözese keinen Bischof hat. Den leeren Stuhl, den die Sedisvakanz wörtlich meint, und die Geschäfte übernimmt dann zunächst der dienstälteste Weihbischof. In diesem Fall ist es Thomas Maria Renz.

Er muss dafür sorgen, dass das Domkapitel innerhalb von acht Tagen - nach dem 2. Dezember - einen Diözesanadministrator wählt. Der muss Priester und mindestens 35 Jahre alt sein. Er führt die Geschäfte der Diözese, bis ein neuer Bischof im Amt ist. Wie viel Zeit bis dahin vergeht, lässt sich aber schwer sagen. Die Diözese spricht von bis zu einem Jahr.

Die Wahl des neuen Bischofs ist auch fest vorgeschrieben: Das Domkapitel erstellt eine geheime Liste mit möglichen Kandidaten. Diese Liste geht an den Nuntius, den Botschafter des Heiligen Stuhls in Deutschland. Er prüft die Auswahl der Kandidaten und schickt die Liste nach Rom.

Von dort kommt wiederum eine eigene Liste mit drei Kandidaten zurück in die Diözese Rottenburg-Stuttgart. Aus diesen drei Kandidaten wählt das Domkapitel den neuen Bischof. Anschließend muss die Landesregierung gefragt werden, ob politisch etwas gegen den Gewählten spricht. Danach wird er vom Papst ernannt und tritt sein Amt als neuer Bischof an.

Am 2. Dezember ist in der Rottenburger Festhalle die Verabschiedung geplant, zu der unter anderem auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, und der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) erwartet werden.

Gebhard Fürst ist seit dem Jahr 2000 Bischof in Rottenburg. In der Bischofskonferenz leitete er als Medienbischof viele Jahre lang die Publizistische Kommission und war 16 Jahre Geistlicher Assistent im Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Der Unterkommission Bioethik steht er immer noch vor. Der gebürtige Bietigheimer ist Bischof des drittgrößten deutschen Bistums.

© dpa
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