Große Evakuierung: Fliegerbombe in Freiburg entschärft

In Freiburg wurde eine Fliegerbombe erfolgreich entschärft. Die Stadt spricht von der größten Evakuierungsaktion seit dem Zweiten Weltkrieg.
Eine Fliegerbombe steht nach der Entschärfung durch die Kampfmittelbeseitigung am Fundort. © Silas Stein/dpa

Fachleute für Kampfmittelbeseitigung haben am Samstag erfolgreich eine 500-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg nahe der Freiburger Uniklinik entschärft. Alle Anwohner und Anwohnerinnen könnten in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren, teilten die Stadt und die Polizei danach mit.

Die Kommune hatte von einer der größten Evakuierungsaktionen der vergangenen Jahrzehnte in der Schwarzwaldmetropole gesprochen. Etwa 4000 Menschen im Westen der Stadt hatten evakuiert werden müssen. Betroffen waren alle Gebäude in einem Umkreis von 500 Metern um den Fundort. Darunter waren auch Teile des Universitätsklinikums.

Betroffen waren die Klinik für Tumorbiologie sowie Teile der Kliniken für Augenheilkunde, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Pneumologie sowie des Neurozentrums. Etwa 150 Patientinnen und Patienten mussten in andere Gebäude verlegt, aber nicht in andere Krankenhäuser gebracht werden. Das Klinikum, das in unmittelbarer Nähe der Bomben-Fundstelle liegt, gehört nach eigenen Angaben zu den größten Unikliniken in Deutschland und betreibt laut Homepage mehr als 2000 Betten.

Verschiedene Hilfsorganisationen unterstützten die Evakuierung der Uniklinik schon am Freitag. Vor der Entschärfung halfen sie am Samstagmorgen rund 20 nicht gehfähigen Menschen aus ihren Wohnungen.

Die Stadt hatte in einer Halle der Messe eine Betreuungsstelle eingerichtet. Rund 170 Bürger und Bürgerinnen nahmen dieses Angebot in Anspruch. Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes, der Johanniter-Unfall-Hilfe und des Malteser Hilfsdienstes versorgten die Wartenden mit warmen Getränken, Snacks und Wasser.

Der Vollzugsdienst der Stadt hatte in den Briefkästen aller betroffener Haushalte ein Schreiben verteilt, um sie über die Evakuierung zu informieren. Die Polizei machte dann am Samstagmorgen über Lautsprecherdurchsagen auf die Räumung und die Entschärfung der US-amerikanischen Bombe aufmerksam. Außerdem kontrollierten die Beamten das evakuierte Gebiet und sperrten Zufahrtswege.

Das Kriegsrelikt war am Mittwoch bei Bauarbeiten an einer Straße direkt am Universitätsklinikum gefunden worden. Nach Einschätzung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes bestand keine akute Gefahr.

Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) bedankte sich nach der erfolgreichen Entschärfung bei allen Sicherheits- und Rettungsorganisationen für ein professionelles Vorgehen und die Zusammenarbeit mit dem Uniklinikum. Gemeinsam sei es gelungen, diesen herausfordernden Einsatz sicher und koordiniert zu meistern.

© dpa
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