KSC-Trainer Eichner: «Ein Moment, der uns sehr guttut»

Der bisherige Saisonverlauf des Zweitligisten Karlsruher SC zeigt, wie schnelllebig das Fußball-Geschäft manchmal sein kann. Nach einem miserablen Saisonstart schwimmt der KSC inzwischen auf einer kleinen Erfolgswelle.
Der Karlsruher Torwart Marius Gersbeck (r) und der Rostocker Svante Ingelsson. © Uli Deck/dpa

So schnell kann es gehen: Mit dem dritten Sieg in Serie hat der Karlsruher SC Tuchfühlung zu den Spitzenteams in der 2. Fußball-Bundesliga aufgenommen. Nach der 6:0-Galavorstellung bei Jahn Regensburg am vergangenen Wochenende folgte am Samstag ein souveräner 2:0-Heimerfolg gegen Hansa Rostock.

KSC-Coach Christian Eichner war «sehr einverstanden» mit dem Auftritt seiner Mannschaft, «weil sich die Jungs an das gehalten haben, was wir ihnen mitgegeben hatten: geduldig zu spielen, in Ballbesitz zu bleiben, die Angriffe gut vorzubereiten», sagte der Trainer. Dieser Moment tue der Mannschaft sehr, sehr gut, ergänzte er. «Weil wir wissen, dass es in der Liga auch mal andersrum sein kann.»

Vor wenigen Wochen fand sich der KSC noch im Tabellenkeller wieder und die gezeigten Leistungen machten nicht den Eindruck, als ob die Badener innerhalb von wenigen Spielen einen großen Sprung nach oben machen könnten. «Gefühlt hat sich ja jeder schon in die Hose gekackt im ganzen Verein und in der ganzen Stadt», sagte Linksverteidiger Philip Heise.

Der 31-Jährige brachte den KSC gegen Hansa mit einem sehenswerten Fernschuss in Führung (18.). Für das 2:0 sorgte Malik Batmaz, der von Sturmpartner Fabian Schleusener bedient wurde (40.). Gemeinsam machte das Duo in den vergangenen Spielen den Weggang des in der Vorsaison so wichtigen Torjägers Philipp Hofmann zum VfL Bochum vergessen.

Trotz der überzeugenden Vorstellung gegen Rostock sah Eichner bei seiner Elf aber auch noch Luft nach oben. Der 39-Jährige kritisierte unter anderem die Chancenverwertung.

Damit der KSC seine Erfolgsserie fortsetzt, sollte die Torausbeute am kommenden Wochenende beim Hamburger SV besser werden. An Selbstvertrauen dürfte es den Karlsruhern vor dem Spiel am Samstagabend gegen den Aufstiegsfavoriten nach den zuletzt gezeigten Leistungen jedenfalls nicht mangeln.

© dpa
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