Sony Xperia XZ3 im Check

Gerade einmal sechs Monate nach dem letzten Smartphone-Flaggschiff bringt Sony schon das nächste High-End-Gerät auf den Markt. Das Sony Xperia XZ3 hat als erstes Sony-Smartphone ein OLED-Display, soll sich aber auch durch seine Motion-Eye-Kamera und seinen satten Sound von der Konkurrenz unterscheiden. Wie es sich mit dieser Ausstattung gegen Konkurrenten wie das Samsung Galaxy S9 oder iPhone XS schlägt, zeigt unser Test.

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Das Sony Xperia XZ3 kannst Du bei Vodafone ohne Vertrag für 729,90 Euro bestellen. Alternativ kannst Du es mit einem Vodafone-Tarif kombinieren.

Sony Xperia XZ3: Preise mit Vertrag

So kostet das Sony Xperia XZ3 einmalig 149,90 Euro, wenn man es mit dem Tarif Red S ordert. Dieser Tarif mit vier Gigabyte (GB) Highspeed-Volumen kostet 49,99 Euro pro Monat (59,99 Euro ab dem 13. Monat).

In Kombination mit dem Tarif Red M verlangt Vodafone einmalig 49,90 Euro für das Smartphone. Der Tarif mit elf GB Highspeed-Volumen kostet 54,99 Euro im Monat (66,99 Euro ab dem 13. Monat).

Nur einen Euro kostet das Sony Xperia XZ3, wenn man es zusammen mit dem Tarif Red L bestellt. Dieser mit 16 GB Highspeed-Volumen schlägt mit monatlich 59,99 Euro (79,99 Euro ab dem 13. Monat) zu Buche.

Display

Als erstes Sony-Smartphone bietet das Sony Xperia XZ3 einen OLED-Bildschirm. Gegenüber dem IPS-Panel des Sony Xperia XZ2 sieht man deutlich intensivere und natürlichere Farben. Da die Helligkeit bei guten 550 Candela pro Quadratmeter liegt, ist auch eine gute Ablesbarkeit gewährleistet. Das sechs Zoll große Display im 18:9-Format hat eine Auflösung von 2.880 x 1.440 Pixeln. Somit beträgt die Pixeldichte in der Oberklasse übliche 537 ppi.

Gehäuse

Die Gehäuserückseite ist auch nicht mehr so stark gewölbt wie beim Sony Xperia XZ2, doch sie bleibt anfällig für Fingerabdrücke und kommt leicht ins Rutschen. Das Android-Smartphone erfüllt die strenge IP68-Norm für Wasser- und Staubschutz und verfügt über einen eigenen Foto-Auslöser. Der Fingerabdruck-Scanner liegt leider außerhalb des Sichtfelds und ziemlich mittig auf der Rückseite.

Das Sony Xperia XZ3 hat ein neues, von Sony selbst entwickeltes Feature namens „Side Sense“, das ein bisschen an HTCs „Edge Sense“ erinnert. Ein Sensor erkennt, ob der Nutzer doppelt auf den Bildrand tippt und startet ein kleines Menü am Bildrand mit den beliebtesten Apps. Die Software ist lernfähig und passt sich den Gewohnheiten des Nutzers an, doch leider ist der Sensor zu sensibel und so wird „Side Sense“ öfter einmal unabsichtlich gestartet.

Prozessor

Das Sony Xperia XZ3 wird von einem Qualcomm Snapdragon 845 angetrieben. Dieser verfügt über acht Kerne mit einer Taktung von 2,8 Gigahertz. Im AnTuTu-Benchmark-Test (Version 7) kann unser Proband z.B. mit dem Samsung Galaxy S9 locker mithalten und erreicht sehr gute 284.062 Punkte.

Internet und weitere Schnittstellen

In der Theorie bietet das Sony Xperia XZ3 via LTE bis zu 1,2 Gigabit pro Sekunde (GBit/s) im Download sowie maximal 150 Megabit pro Sekunde (MBit/s) im Upload, d.h. Du kannst du jeweils anliegende maximale Geschwindigkeit im Vodafone-Netz nutzen. Unsere Messungen in Düsseldorf ergaben in der Praxis bis zu 158 MBit/s im Download und 55 MBit/s im Upload.

Speicher

Der interne Speicher unseren Probanden fasst ausreichende 64 GB. Der Karten-Slot des Sony Xperia XZ3 bietet Platz für eine bis zu 400 GB große Speicherkarte. Der Arbeitsspeicher ist mit vier GB kleiner als bei den meisten Konkurrenten, was sich aber nicht negativ auf die Leistung auswirkt.

Software

Als eines der ersten Smartphones nach dem Google Pixel 3 und 3 XL hat das Sony Xperia XZ3 ein Update seines Android-Betriebssystems auf die neueste Version 9.0 (Pie) erhalten. Auf Android hat Sony seine eigene Benutzeroberfläche aufgesetzt und ein paar eigene Anwendungen wie die Xperia-Lounge-App vorinstalliert.

Sprach- und Empfangsqualität

Erwartungsgemäß hat das Oberklassen-Smartphone im Vodafone-Netz überhaupt keine Empfangsprobleme. VoLTE und WiFi Calling kannst Du ebenfalls nutzen. Sony hat zudem die Profile von einigen seiner Bluetooth-Headsests hinterlegt, so dass diese optimal auf das Sony Xperia XZ3 abgestimmt werden können.

Sound

Wie immer hat Sony sein Smartphone-Flaggschiff mit qualitativ hochwertigen Lautsprechern ausgestattet. Zudem liegen kräftig und klar klingende Stereo-Headsets bei. Der Klang kann durch die sogenannte dynamische Vibration verstärkt werden, was gerade beim Spielen oder Abspielen von fetten Bässen schön ist. Leider bietet das Sony Xperia XZ3 keine 3,5-Millimeter-Audio-Buchse. So müssen die Kopfhörer umständlich über einen mitgelieferten Adapter an die USB-Buchse des Smartphones angeschlossen werden.

Kameras

Das Sony Xperia XZ3 hat anders als die meisten Oberklassen-Modelle keine Dual-Kamera an Bord, aber die einfache Motion-Eye-Kamera mit 19 Megapixeln Auflösung schießt auch so scharfe und farbgetreue Fotos (Testbilder siehe Bildergalerie). Darüber hinaus bietet das Sony Xperia XZ3 einen manuellen und einen automatischen Modus, der bei Sony „überlegene Automatik“ heißt. Auffällig ist, dass der von Sony selbst produzierte Bildsensor Exmor RS in Kombination mit HDR hervorragend Restlicht verwerten kann. Der Hybrid-Autofokus erfasst Zielobjekte blitzschnell und präzise.

Das Oberklassen-Smartphone kann 4K-Videos und Zeitlupen mit bis zu 960 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Unter Android 9 steht zudem die Augmented-Reality-Funktion Google Lens schon beim Erfassen eines Objekts mit der Kamera zur Verfügung. So können ziemlich treffsicher weiterführende Infos zu Sehenswürdigkeiten und Produkte im Netz gefunden werden.

Die zweite Kamera des Sony Xperia XZ3 löst mit maximal 13 Megapixeln auf und hat ebenfalls einen Exmor-RS-Sensor und HDR an Bord. Die Selfies können sich von der Qualität her fast mit den Aufnahmen der Hauptkamera messen lassen. Im Dunkeln erweist sich das Display-Fotolicht der zweiten Kamera aber als zu schwach (Testbilder siehe Bildergalerie).

Akkulaufzeit

Der Akku ist mit Sicherheit der Schwachpunkt des Sony Xperia XZ3. Trotz eines verhältnismäßig großen Gehäuses fasst dieser nämlich nur 3.330 Milli-Ampèrestunden. Das reicht, um mit dem Android-Smartphone geradeso über den Tag zu kommen. Andererseits verfügt unser Proband über einen USB-Typ-C-Anschluss inklusive Schnellladetechnik. Alternativ ist kabelloses Laden möglich.

Fazit: Hobby-Fotografen mögen das Sony Xperia XZ3

Neben dem Google Pixel 3 hat das Sony Xperia XZ3 die derzeit wohl besten Kameras an Bord. Ein weiteres Highlight ist das gut ablesbare, aber gleichzeitig farbintensive OLED-Display. Superschnelles LTE, ein satter Sound sowie ein der neueste Qualcomm-Prozessor sprechen ebenfalls für das neue Spitzenmodell der Japaner.

Mit 193 Gramm ist das Sony-Flaggschiff zwar ziemlich schwer, bietet aber eine gute Verarbeitung inklusive Wasser- und Staubschutz nach der strengen IP68-Norm. Leider ist der Akku klar zu klein und eine Audio-Buchse, über die man Stereo-Headsets direkt anschließen kann, hat das Sony Xperia XZ3 auch nicht.