Motorola One im Check

Das Motorola One ist das erste Smartphone der Lenovo-Tochterfirma, das am Android-One-Projekt von Google teilnimmt. Somit ist eine lange Versorgung mit Updates für das reine Android-Betriebssystem garantiert. Ob das 299 Euro (UVP) Motorola One auch sonst in der oberen Mittelklasse mithalten kann, zeigt unser Test.

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Kombinieren kannst Du das Motorola One z.B. mit dem Vodafone-Tarif Red XS mit einem Gigabyte (GB) Highspeed-Volumen für 19,99 Euro pro Monat (22,49 Euro ab dem 13. Monat). Der Tarif Red S mit vier GB kostet 24,99 Euro (31,49 Euro ab dem 13. Monat), der Tarif Red M mit elf GB 29,99 Euro (40,49 Euro ab dem 13. Monat), der Tarif Red L mit 16 GB 34,99 Euro (49,49 Euro ab dem 13. Monat) und der Tarif Red XL mit unbegrenztem Datenvolumen durchgehend 79,99 Euro pro Monat.

Display

Gesteuert wird das Motorola One über ein IPS-Panel. Zwar lässt sich dieses bei Sonnenlicht gut ablesen und auch der Helligkeitssensor arbeitet ausreichend schnell, doch die Auflösung von 1.520 x 720 Pixeln bei einer Diagonalen ist für die obere Mittelklasse relativ dürftig. Die unterdurchschnittliche Pixeldichte von 287 ppi bemerkt man gerade beim Spielen und Betrachten von Videos.

Gehäuse

Das Gehäuse des Motorola One besteht aus Gorilla Glass 3 und ist gegen Spritzwasser geschützt. Zudem legt der Hersteller eine Schutzhülle bei. Der Fingerabdruck-Scanner liegt außerhalb des Sichtfelds auf der Rückseite, ist aber weit genug neben der Hauptkamera platziert. Auf der Vorderseite fällt die sogenannte Notch auf. Diese Kerbe enthält die Frontkamera und das dazugehörigen LED-Blitzlicht. Mit Maßen von 150 x 72 x 8 Millimetern und 162 Gramm Gewicht liegt das Mittelklasse-Smartphone gut in der Hand.

Prozessor

Das Motorola One wird von einem Qualcomm Snapdragon 625 angetrieben, der mittlerweile schon zwei Jahre auf dem Buckel hat. Der nominell zwei Gigahertz schnelle Octa-Prozessor erzielt im AnTuTu-Benchmark-Test (Version 7) ein relativ bescheidenes Ergebnis von nur 81.994 Punkten.

Internet und weitere Schnittstellen

In der Theorie surft das Motorola One via LTE mit bis zu 150 Megabit pro Sekunde (MBit/s) im Download und 50 MBit/s im Upload. Auch in der Praxis ist es ausreichend schnell unterwegs. Unsere Messungen in der Praxis im Düsseldorfer LTE-Netz von Vodafone ergaben bis zu 77 MBit/s im Download und 32 MBit/s im Upload. Ergänzt wird die Ausstattung des Mittelklasse-Smartphones durch NFC, WLAN ac und Bluetooth 4.2.

Speicher

Das Motorola One bietet vier GB Arbeitsspeicher und 64 GB internen Speicher. Das ist in dieser Preisklasse Standard. Zudem kann optional eine microSD-Karte mit maximal 256 GB Kapazität eingelegt werden.

Software

Das wichtigste Verkaufsargument, das für das Motorola One spricht, ist mit Sicherheit das reine Android-Betriebssystem mit Update-Garantie. Zum Marktstart läuft das Motorola One erst einmal auf Android 8.1 (Oreo), das durch Google-Apps wie Google Assistant und Lens sowie ein paar Motorola-Anwendungen wie die Gestensteuerung Moto Action erweitert wird. Ein Update auf Android 9.0 (Pie) ist sicher. Dessen Nachfolger sollte auch noch den Weg auf das Motorola One finden.

Sprach- und Empfangsqualität

In puncto Sprach- und Empfangsqualität hinterlässt das Android-One-Smartphone einen guten Eindruck. Unter Android 8.1 ist Voice over LTE noch nicht möglich, doch dieses Feature sollt das Motorola One nach dem Update auf Android 9.0 erhalten.

Sound

Das Motorola One verfügt über die Klangtechnologie Dolby Mobile und sogar eine eigene App, um den Sound für Spiele, Telefonie und Filme separat auszusteuern. Ein Stereo-Headset gehört nicht zum Lieferumfang, aber eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse und ein UKW-Radio sind an Bord.

Kameras

Wie mittlerweile fast alle Smartphones dieser Preisklasse schießt das Motorola One Fotos mit einer Dual-Hauptkamera. Diese besteht aus einer 13-Megapixel-Kamera mit f/2.0-Blende und einer Zwei-Megapixel-Monochrom-Optik mit f/2.4-Blende.

Im manuellen Modus kann man so einen Bokeh-Effekt erzeugen, aber auch normale Bilder gelingen bei Tage problemlos. Bei Aufnahmen bei diffusen Lichtverhältnissen greifen HDR oder das potente LED-Blitzlicht ein. Interessanterweise verfügt auch die zweite Kamera auf der Vorderseite, die mit maximal acht Megapixeln auflöst, über HDR und ein eigenes LED-Blitzlicht, was Aufnahmen in absoluter Dunkelheit ermöglicht (Testbilder siehe Bildergalerie).

Akkulaufzeit

Der Akku des Motorola One hat eine Kapazität von lediglich 3.000 Milli-Ampèrestunden (mAh) und muss laut Hersteller circa alle 24 Stunden an die Steckdose. Auffällig ist, dass man das Mittelklasse-Smartphone extrem schnell über den USB-Typ-C-Anschluss aufladen kann.

Fazit: Motorola One überzeugt mit Android One

Dadurch, dass das Motorola als erstes Gerät des Herstellers am Android-One-Smartphone teilnimmt, erhält es für mindestens zwei Jahre Updates. Trotz des etwas veralteten Prozessors läuft das reine Android-Betriebssystem durchaus flüssig. Gut sind auch die Kameras, der Sound der integrierten Lautsprecher, die Verarbeitung sowie die Sprach- und Empfangsqualität.

Ein Schwachpunkt des Motorola One ist das niedrig auflösende Display. Der 3.000-mAh-Akku ist zu klein geraten, kann aber extrem schnell aufgeladen werden. Ein Stereo-Headset wird nicht mitgeliefert, kann aber über die Audio-Buchse angedockt werden.

© MG ⁄ Thomas Meyer