Motorola Moto G7 Power im Check

Marathon-Smartphone mit Riesen-Akku

Motorola hat seine neue G-Serie präsentiert, die aus gleich vier Modellen besteht. Das zweitgünstigste Gerät heißt Motorola Moto G7 Power und soll vor allem mit seinem Akku mit der riesigen Kapazität von 5.000 Milli-Ampèrestunden (mAh) glänzen. Was das Marathon-Smartphone sonst noch so kann, zeigt unser Test.

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Kombinieren kannst Du das Motorola Moto G7 Power mit dem Vodafone-Tarif Red S (All-Net-Flat, vier GB Highspeed-Datenvolumen) für 24,99 in den ersten zwölf Monaten. Danach sind 34,99 Euro monatlich zu entrichten.

Das Display des Motorola Moto G7 Power bietet eine relativ niedrige Auflösung © MotorolaDas Display des Motorola Moto G7 Power bietet eine relativ niedrige Auflösung © MotorolaFür den Tarif Red M (All-Net-Flat, elf GB Highspeed-Datenvolumen) berechnet Vodafone 29,99 Euro in den ersten zwölf Monaten. Danach kostet er monatlich 44,99 Euro.

Der Tarif Red L (All-Net-Flat, 16 GB Highspeed-Datenvolumen) schlägt im ersten Jahr mit 34,99 Euro pro Monat zu Buche. Ab dem 13. Monat sind 54,99 Euro zu zahlen.

Display

Das LC-Display des Motorola Moto G7 Power misst 6,2 Zoll in der Diagonalen, weist aber nur eine Auflösung von lediglich 1.520 x 720 Pixeln auf. Gerade bei Spielen merkt man, dass das eine niedrige Pixeldichte von 297 ppi ergibt, doch im Normalbetrieb fällt das nicht ins Gewicht. Der Helligkeitssensor arbeitet gut, doch meist ist der Bildschirm einen Tick zu dunkel eingestellt.

Gehäuse

Dass der Akku des Motorola Moto G7 Power besonders groß ist, sieht man an der fülligen Bautiefe von 9,3 Millimeter. Auch das Gewicht ist mit 193 Gramm ziemlich hoch. Der Fingerabdruck-Scanner liegt außerhalb des Sichtfelds auf der Rückseite, ist aber weit genug neben der Hauptkamera platziert, so dass man nicht aus Versehen auf diese drückt, wenn man das Smartphone entriegeln möchte.

Auffällig ist die Notch oberhalb des Displays des Motorola Moto G7 Power © MotorolaAuffällig ist die Notch oberhalb des Displays des Motorola Moto G7 Power © MotorolaAuf der Vorderseite fällt die sogenannte Notch auf. Diese Kerbe enthält die Frontkamera und den Mono-Lautsprecher. Im Gegensatz zum Motorola One ist das Motorola Moto G7 Power leider weder wasser- noch staubdicht. Netterweise liegt aber serienmäßig eine Hülle aus weichem Plastik im Karton.

Prozessor

Der Prozessor ist ein Schwachpunkt des Android-Smartphones. Der Qualcomm Snapdragon 632 hat zwar acht Rechenkerne, aber eine Taktung von nur 1,8 Gigahertz. Aussetzer bei datenintensiven Spielen wie Dream League Soccer sind keine Seltenheit. Im AnTuTu-Benchmark-Test (Version 7) schneidet das Motorola Moto G7 Power demzufolge nur mit 103.471 Punkten ab.

Internet und weitere Schnittstellen

In der Theorie bietet das Motorola Moto G7 Power via LTE bis zu 300 Megabit pro Sekunde (MBit/s) im Download und 50 MBit/s im Upload. Unsere Messungen in der Praxis im Düsseldorfer 4G-Netz von Vodafone ergaben lediglich bis zu 79 MBit/s im Download und 35 MBit/s im Upload. Zudem verfügt das Android-Smartphone über kein schnelles WLAN ac. Bei der Bluetooth-Schnittstelle kommt das etwas ältere 4.2-Profil zum Einsatz.

Speicher

Das Motorola Moto G7 Power verfügt über vier GB Arbeitsspeicher und 64 GB internen Speicher. Dateien können zudem bei Bedarf auf eine microSD-Karte mit maximal 512 GB Volumen ausgelagert werden.

Software

Das Motorola Moto G7 Power gehört zur neuen G-Serie von Motorola © MotorolaDas Motorola Moto G7 Power gehört zur neuen G-Serie von Motorola © MotorolaSchon fast traditionell liefert Motorola seine Smartphones mit fast reinem Android-Betriebssystem aus. Zum Marktstart läuft das Motorola Moto G7 Power erst einmal auf Android 9 (Pie), das durch Google-Apps wie Google Assistant und Lens sowie ein paar Motorola-Anwendungen wie die Gestensteuerung Moto Action erweitert wird. Da die Lenovo-Tochter der G-Serie eine zweijährige Update-Garantie mit auf den Weg gibt, wird das Motorola Moto G7 Power mit Sicherheit ein Update auf Android 10 bekommen.

Sprach- und Empfangsqualität

In puncto Empfangsqualität muss sich das Android-Smartphone auch gegenüber teureren Geräten nicht verstecken. Außerdem unterstützt es Voice over LTE und WiFi Calling. Beim Sprechen muss man allerdings darauf achten ziemlich genau ins Mikrofon zu sprechen, um vom Gesprächspartner gut verstanden zu werden.

Sound

Der Sound des integrierten Mono-Lautsprechers ist nicht überragend, aber recht kräftig. Ein UKW-Radio ist ebenfalls an Bord. Ein Stereo-Headset gehört zwar nicht zum Lieferumfang, doch wenigstens bietet Motorola seinen Kunden eine 3,5-mm-Audio-Buchse an.

Kameras

Tagaufnahme © MG / Thomas MeyerTagaufnahme © MG / Thomas MeyerDie Hauptkamera des Motorola Moto G7 Power besteht aus nur einer Linse mit einer Auflösung von zwölf Megapixeln (MP) und einer f/2.0-Blende. Diese Kombination liefert bei Tage gute Bilder.

Innenaufnahme © MG / Thomas MeyerInnenaufnahme © MG / Thomas MeyerAuch Innenaufnahmen gelingen in der Regel, da das Motorola Moto G7 Power das Restlicht ordentlich verwertet.

Nachtaufnahme © MG / Thomas MeyerNachtaufnahme © MG / Thomas MeyerIm Dunklen hat das Android-Smartphone dagegen so seine Probleme. Zwar ist HDR serienmäßig an Bord, aber man muss den Fokus schon mit Bedacht wählen, um keine zu dunklen oder überbelichteten Bilder zu schießen.

Selfie bei Tage © MG / Thomas MeyerSelfie bei Tage © MG / Thomas MeyerDie Frontkamera des Motorola Moto G7 Power löst mit acht MP auf und verfügt über eine f/2.2-Blende. Bei Tage reicht das für eine gute Fotoqualität.

Selfie mit Fotolicht © MG / Thomas MeyerSelfie mit Fotolicht © MG / Thomas MeyerBei Dunkelheit sieht das schon anders aus. Das Display-Fotolicht entpuppt sich als recht schwach.

Akkulaufzeit

Das Highlight des Motorola Moto G7 Power ist zweifellos der Akku. Dieser fasst 5.000 mAh – von den aktuellen Smartphones bietet nur das ebenfalls vor kurzem vorgestellte Gigaset GS280 so viel.

Nach Angaben von Motorola soll das Motorola Moto G7 Power mit einer Akkuladung rund 60 Stunden durchhalten. In der Praxis reicht eine Ladung immerhin für ungefähr 48 Stunden, aber auch das ist ein absoluter Spitzenwert unter allen Smartphones. Dank Schnellladetechnik ist der Energiespeicher innerhalb von 15 Minuten wieder mit genug Strom für einen weiteren halben Tag aufgeladen.

Fazit: Keiner läuft länger als das Motorola Moto G7 Power

Das Motorola Moto G7 Power ist der Marathonläufer unter den Smartphones und schafft in der Praxis locker zwei Tage Laufzeit. Ein weiterer Pluspunkt ist das reine Android-Betriebssystem, für das Motorola zwei Jahre lang regelmäßige Updates verspricht.

Das Motorola Moto G7 Power ist wegen des großen Akkus dicker und schwerer als viele Smartphones © MotorolaDas Motorola Moto G7 Power ist wegen des großen Akkus dicker und schwerer als viele Smartphones © MotorolaGefallen konnte uns auch die Verarbeitungsqualität des Gehäuses, auch wenn dieses weder wasser- noch staubdicht ist. Darüber hinaus ist eine Schutzhülle im Lieferumfang enthalten.

Das Display des Motorola Moto G7 Power ist zwar groß, hat aber eine ziemlich niedrige Auflösung. Der Prozessor nervt beim Spielen mitunter durch Aussetzer und vom Mono-Lautsprecher muss man keinen Super-Sound erwarten. Stereo-Headsets werden nicht mitgeliefert, aber wenigstens bietet das Mittelklasse-Smartphone eine Audio-Buchse.