Ben Affleck sieht sich als Feminist

Der Schauspieler setzt sich für die Rechte von Frauen ein. Mit dem Drama «The Last Duel» stellte er eine Geschichte vor, in der sich eine Frau gegen die Macht von Männern wehrt.

Der Schauspieler Ben Affleck setzt sich gern für die Rechte von Frauen ein. «Ich sehe mich als Feminist», sagte der 49-jährige Oscarpreisträger am Freitag bei den Filmfestspielen Venedig, wo er das Drama «The Last Duel» vorstellte.

Das Werk des Briten Ridley Scott («Alien», «Blade Runner») basiert auf wahren Begebenheiten. Es erzählt von einer Vergewaltigung im mittelalterlichen Frankreich und wie das Opfer, eine junge Frau, um Gerechtigkeit kämpft.

«Das ist eine unglaubliche und kraftvolle Geschichte», fand Affleck. Es sei einer der ersten erfassten Fälle der Geschichte, in dem eine Frau sich gegen die Macht der Männer über Frauen gewehrt habe. In vielen Kulturen und Ländern seien Frauen über Jahrhunderte hinweg als «weniger wert» angesehen worden. «Wir wollten nicht wie Prediger oder mit einem erhobenen Zeigefinger daherkommen», sagte Affleck. Der Schauspieler schrieb auch am Drehbuch mit, genauso wie Matt Damon (50), der ebenfalls eine der Hauptrollen übernahm.

In dem Film «The Last Duel» beschuldigt Marguerite de Carrouges den Knappen Jacques Le Gris (Adam Driver), sie vergewaltigt zu haben. Ihr Mann - Ritter Jean de Carrouges (Damon) - geht erst zu einem Grafen (Affleck) und dann zum König Charles VI., der für den Fall nur eine Lösung hat. Beim Festival Venedig läuft der Film außer Konkurrenz; die Premiere stand für Freitagabend auf dem Programm.

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