Mehrheit für Umweltschutz auch zu Lasten des Wachstums

Sollte dem Umweltschutz Vorrang gegeben werden - auch wenn dies das Wirtschaftswachstum dämpft? Eine Umfrage hat erstaunliche Ergebnisse zutage gelegt. Vor allem eine Altersgruppe überrascht.
Laut einer Umfrage ist eine knappe Mehrheit für mehr Umweltschutz - selbst wenn dies zu Lasten des Wachstums geschieht. © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland ist einer Umfrage zufolge dafür, dem Umweltschutz auch zu Lasten des Wirtschaftswachstums Vorrang einzuräumen. Das gaben 51 Prozent von rund 1000 Befragten an, wie die ING Deutschland in Frankfurt berichtete.

Lediglich 14 Prozent waren bei der Umfrage im Auftrag der Bank dagegen, der Rest äußerte keine Prioritäten. In der Gegenfrage forderten 24 Prozent Vorrang für die Wirtschaft, 43 Prozent lehnten dies ab. Eine Mehrheit für diese Forderung gab es lediglich bei jüngeren Menschen.

Die Altersgruppen der 18- bis 24-Jährigen sowie der 25- bis 34-Jährigen waren demnach die einzigen der Umfrage, bei denen die Zustimmung zu der Aussage: «Das Wirtschaftswachstum sollte die höchste Priorität haben, auch wenn die Umwelt in gewissem Maße darunter leidet», höher war als die Ablehnung.

Auch wenn insgesamt eine Mehrheit Vorrang für die Umwelt fordert, ist im Alltag der ING zufolge noch Luft nach oben. Bislang haben knapp über 40 Prozent nach eigenen Angaben ihre Kaufgewohnheiten auf mehr Nachhaltigkeit umgestellt. Mehr als 30 Prozent können sich vorstellen, das noch zu tun. Gut ein Viertel lehnt eine Umstellung ab oder erachtet das Thema nicht für relevant.

Diverse Produktkennzeichnungen wie Energieeffizienzlabel, Bio-Siegel oder Angaben zu Tierhaltungsformen scheinen Verbraucherinnen und Verbrauchern bei der Entscheidung allerdings nicht unbedingt zu helfen. Mehr als die Hälfte der Befragten findet es schwierig, Produkte im Hinblick auf Nachhaltigkeit zu beurteilen. Hinzu kommt der finanzielle Aspekt: Fast zwei Drittel der Menschen stimmten der Aussage zu, dass nachhaltige Produkte teurer sind. Rund jeder dritte Befragte gab an, dass er sich diese nicht leisten könne.

© dpa
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