Britische Bahngewerkschaft stimmt für Streik

25.05.2022 Die Zeichen bei der britischen Bahngewerkschaft stehen auf Streik. Das sei eine «klare Botschaft», heißt es. Die Furcht ist groß vor massiven Störungen in der Logistik und im Verkehr.

Mitglieder der Gewerkschaft RMT haben mit großer Mehrheit für einen Streik gestimmt. © Facundo Arrizabalaga/EPA/dpa

Die Mitglieder der britischen Bahngewerkschaft RMT haben mit großer Mehrheit für einen Streik gestimmt und damit Furcht vor erheblichen Verkehrsstörungen und Nachschubproblemen ausgelöst.

Die Beschäftigten des Netzwerkbetreibers National Rail sowie von 15 Bahnunternehmen kritisieren Jobkürzungen, Arbeitsbedingungen sowie zu geringe Lohnerhöhungen. Die Arbeitgeber und die Regierung in London zeigten sich empört und warnten, der Schritt gefährde die Erholung von der Pandemie. Ein Ausstand könne Teile des Landes lahmlegen.

Die Gewerkschaft sprach hingegen von einer klaren Botschaft und forderte die Unternehmen zu sofortigen Gesprächen auf. Es werde nun ein Zeitplan für Arbeitsniederlegungen diskutiert, die Mitte Juni beginnen könnten, sagte Mick Lynch, Generalsekretär der National Union of Rail, Maritime and Transport Workers (RMT), am Dienstagabend. «Aber wir hoffen ernsthaft, dass die Regierung die Arbeitgeber ermutigt, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und eine angemessene Einigung mit der RMT zu vereinbaren.»

Ein Ausstand etwa von Signalarbeitern bei National Rail hätte enorme Folgen. So könnten Züge dann nur noch zu bestimmten Zeiten und auf den wichtigsten Strecken fahren. Die Kosten für die Industrie werden auf 30 Millionen Pfund (35 Mio Euro) pro Streiktag geschätzt.

Die RMT wirft National Rail vor, mindestens 2500 Jobs streichen zu wollen. Bei den Bahnunternehmen würden Beschäftigte unter eingefrorenen Gehältern sowie verschlechterten Arbeitsbedingungen leiden.

Der Arbeitgeberverband Rail Delivery Group und die Regierung warnten die Gewerkschaft vor voreiligen Schritten. Die Steuerzahler hätten bereits Milliarden zur Unterstützung der britischen Bahnen in der Pandemie aufgebracht. Ein Streik riskiere zudem, dass künftig noch mehr Kunden auf andere Verkehrsmittel umstiegen oder gleich zu Hause blieben und im Homeoffice arbeiteten.

© dpa

Weitere News

Top News

Sport news

Finals in Berlin: Brustschwimmer Marco Koch wird erneut deutscher Meister

Tv & kino

Auszeichnungen: Drama «Lieber Thomas» räumt beim Deutschen Filmpreis ab

People news

Liedermacher: Konstantin Wecker: «Meine Texte waren klüger als ich selbst»

People news

Deutscher Filmpreis: Matthias Schweighöfer: Trinke keinen Alkohol mehr

Das beste netz deutschlands

Featured: Die Metaverse-Plattform Horizon Worlds startet in Europa

Internet news & surftipps

Internet: Instagram experimentiert mit Alterserkennung per Video

Wohnen

Bundestagsbeschluss: Energieversorger dürfen Verträge nicht mehr spontan kündigen

Internet news & surftipps

Künstliche Intelligenz: Amazon zeigt Software für schnelle Stimm-Imitation

Empfehlungen der Redaktion

Wirtschaft

Tarife: Großstreik bei britischen Bahnen droht

Wirtschaft

Tarifkonfklikt: Britische Züge stehen wieder still

Wirtschaft

Verkehr: Bahnstreik legt große Teile Großbritanniens lahm

Regional sachsen

Tarife: Streiks in Stahlindustrie: Beschäftigte legen Arbeit nieder

Wirtschaft

Erneut Streik im privaten Busgewerbe

Wirtschaft

Warnstreik: Sicherheitskräfte lähmen große Teile des Flugverkehrs

Inland

Tarifverhandlungen: Warnstreiks in Kitas und in der Sozialarbeit nach dem 1. Mai

Regional nordrhein westfalen

Tarifstreit: Warnstreiks in kommunalen Kitas am Mittwoch auch in NRW