Gewinnsprung bei Lindt & Sprüngli

08.03.2022 Der Schweizer Schokoladenhersteller kann sich über mangelnde Nachfrage nicht beklagen. Den neuen Zahlen zufolge wurde im Corona-Jahr 2021 vor allem zuhause mehr genascht.

Lindt-Goldhasen stehen in einem Geschäft. © Amelie Sachs/dpa

Vor allem der Verzehr von Schokolade zuhause hat dem Schweizer Hersteller Lindt & Sprüngli 2021 einen deutlichen Umsatz- und Gewinnsprung gebracht. Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 53,2 Prozent auf 490,5 Millionen Franken (485,9 Mio Euro, wie das Unternehmen mitteilt.

Die hohe Nachfrage nach «Produkten für den Heimkonsum» sei der Wachstumstreiber gewesen. Weltweit wachse der Schokoladenmarkt um rund drei Prozent im Jahr, im Bereich hochwertiger Schokoladen noch etwas mehr, sagte Vorstandschef Dieter Weisskopf.

Der Umsatz stieg um 14,2 Prozent auf 4,6 Milliarden Franken (4,56 Mrd Euro, wie der Schokohersteller bereits im Januar bekanntgegeben hatte. Das war nach einem schwierigen Jahr 2020 sogar mehr als im Jahr vor der Pandemie (2019).

11 Prozent plus in Deutschland

Das Online-Geschäft sei im zweistelligen Bereich gewachsen, sagte Weisskopf. Im ersten Pandemiejahr 2020 verlor Lindt & Sprüngli vor allem dadurch, dass Geschäfte geschlossen waren, Touristen nicht reisen konnten und der Betrieb an Flughäfen praktisch zum Erliegen kam. Duty-Free-Läden an Flughäfen sind ein wichtiger Absatzkanal für das Unternehmen.

Deutschland ist weiterhin der wichtigste Markt für Lindt & Sprüngli, mit 16,3 Prozent der Gesamtgeschäfts. Der Umsatz stieg dort um 11 Prozent, in Europa insgesamt um 13,8 Prozent. Europa macht gut die Hälfte des Gesamtgeschäfts aus. Besonders große Zuwächse erreichte das Unternehmen in Brasilien mit plus 55,7 Prozent und in China mit plus 37,1 Prozent. Weltweit hat Lindt & Sprüngli 14.000 Mitarbeiter.

Das Unternehmen sieht Trends zu mehr Spezialisierungen und ist dafür mit Produkten am Markt: vegane Schokolade etwa, oder solche mit reduziertem Zuckerzusatz. Aus Klimaschutzgründen sollen Lindt & Sprüngli-Verpackungen bis 2025 zu 100 Prozent recycelt werden können. Alle Verpackungen aus Zellstoff und Papier sollen aus zertifizierten, nachhaltigen Quellen bezogen werden.

© dpa

Weitere News

Top News

Sport news

Tour de France: Pleiten und Stürze: Tour-Traum von Roglic zerplatzt

Tv & kino

Featured: Unsere Streaming- und GigaTV-Tipps fürs Wochenende

People news

Hochzeit: Finanzminister Lindner heiratet standesamtlich

People news

Kinderserie: Quentin Tarantino schaut mit Sohn gern «Peppa Wutz»

Job & geld

Enstpannte Reise: Vor dem Urlaub: Auslandslimit für Geldkarten prüfen

Auto news

Ferienzeit: Mit diesem Führerschein darf man ein Wohnmobil fahren

Internet news & surftipps

Telekommunikation: Samsung profitiert von starker Chip-Nachfrage

Das beste netz deutschlands

Featured: iOS 16: Passkey – das Sicherheits-Feature benutzen und verstehen

Empfehlungen der Redaktion

Wirtschaft

Konsumgüter: Lindt & Sprüngli legt bei Umsatz zu

Wirtschaft

Merck mit Gewinnsprung: Geschäfte mit Impfstoffherstellern

Wirtschaft

Uhrenhersteller: Swatch lässt Krisenjahr hinter sich

Regional bayern

Prognose: Sixt: Mietwagen bleiben knapp und teuer

Wirtschaft

Industrie: Handelskonzern Würth wächst stark

Wirtschaft

Autobauer: Ferrari steigert Umsatz und Gewinn deutlich

Internet news & surftipps

Internet: Zoom rechnet mit langsamerem Wachstum

Wirtschaft

Douglas wegen Corona-Lockerungen «vorsichtig optimistisch»