Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Rückgang bei E-Auto-Zulassungen erwartet

Der Elektroautomarkt in Deutschland dürfte erst einmal unter den sinkenden Förderprämien leiden. Vor der IAA in München sind deutsche Hersteller dennoch optimistisch, dass die Rechnung am Ende aufgeht.
BMW
Reges Interesse: Der BMW "Neue Klasse" wird in München vorgestellt. © Uwe Lein/dpa

Der Marktanteil von E-Autos bei den Neuzulassungen in Deutschland dürfte nach Ansicht von Branchenexperten im kommenden Jahr stark zurückgehen. Grund dafür sind die geringeren Zuschüsse des Staates beim Kauf.

Vor der Automobilmesse IAA in München (4. bis 10. September) zeigen sich Volkswagen und BMW zuversichtlich, was die künftige Nachfrage nach E-Autos betrifft. Der Automobilclub ADAC hält dagegen eine längere Anschubphase mit Geld der Steuerzahler für nötig.

Die Unternehmensberatung Deloitte erwartet 2024 einen Einbruch beim E-Auto-Absatz in Deutschland um ein Drittel. Ein Grund sei das Ende der Kaufprämien für gewerbliche Halter im September und das schrittweise Auslaufen der Prämien für private Käufer bis Ende 2025.

Rabatte für Verbrenner erwartet

«Darüber hinaus könnten höhere Rabatte für Verbrenner die Ziele der Bundesregierung für den Hochlauf der E-Mobilität gefährden», schreiben die Branchenexperten. Statt angestrebter 15 Millionen E-Autos dürften 2030 nur 11,7 Millionen auf der Straße sein. Erst 2026 rechnet Deloitte für die E-Autos mit über 30 Prozent Marktanteil bei den Neuzulassungen. Die Unternehmensberatung PwC schätzt, dass 2027 die Mehrheit der Neuwagen elektrisch fährt, weil sich dann die Kostenvorteile von E-Autos gegenüber Verbrennern durchsetzen würden.

Volkswagen hofft durch die IAA auf eine Belebung der zuletzt schwächelnden E-Auto-Nachfrage. «Bis 2027 bringen wir als Marke elf neue Elektromodelle auf den Markt», kündigte Markenchef Thomas Schäfer im Gespräch mit der Deutschen-Presse-Agentur an. Am eingeschlagenen Elektro-Kurs will der Chef der Kernmarke trotz der zuletzt abgekühlten Nachfrage festhalten. «Wir gehen davon aus, dass der E-Auto-Anteil in Europa in den kommenden Jahre deutlich steigen wird», sagte Schäfer. Dass der Zuspruch zuletzt zurückgegangen war, bezeichnete er als Zwischentief.

BMW stellt «Neue Klasse» vor

BMW will dieses Jahr 15 Prozent seiner Autos mit E-Antrieb verkaufen, 2026 sollen es schon 33 Prozent sein. Mit der Neuen Klasse stellt BMW seine Stromer auf eine eigens für E-Autos entwickelte Plattform. Die ersten Modelle mit 30 Prozent mehr Reichweite, 30 Prozent höherer Ladegeschwindigkeit und neuer Software sollen ab Ende 2025 auf den Markt kommen.

Vorstandschef Oliver Zipse sagte, BMW verdiene mit seinen Elektroautos schon heute nicht weniger Geld als mit seinen Benzin- und Dieselautos. Die Produktion sei zwar teurer, die Kosten seien höher - aber «die Annahme, dass Verbrenner immer profitabler sind als Elektroautos, ist komplett falsch», sagte er in München. «Wir verdienen heute mit jedem Elektroauto Geld, und mit der Neuen Klasse wird das noch mehr der Fall sein.»

ADAC-Präsident Christian Reinicke hält die Aussichten für die Elektromobilität noch nicht für so günstig. Die Regierung dürfe die Förderung der E-Autos nicht zurückfahren, sondern müsse sie ausweiten. «Meiner Auffassung nach ist eine verlässliche, andauernde staatliche Förderung der Schlüssel, die Menschen vom Umstieg zu überzeugen», sagte Reinicke den Zeitungen der Mediengruppe Bayern.

«Die Politik sollte die Förderung für E-Pkw über 2024 hinaus weiterführen. Und zwar verlässlich bis zum Ende des Jahrzehnts. Auch muss der jährliche Deckel auf die Förderung weg.» In der zweiten Jahreshälfte sei eine deutliche Zurückhaltung beim Kauf von Autos zu bemerken, «weil die Leute fürchten, dass die Fördergelder schon aufgebraucht sind».

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Apache 207
Musik news
Spotify-Jahrescharts: Apache 207 ist Musiker des Jahres
Sharon Dodua Otoo
Kultur
Nach Debatte: Otoo distanziert sich von Israel-Boykott
Hard Days: Alles zu Start, Handlung und Cast des Netflix-Thrillers
Tv & kino
Hard Days: Alles zu Start, Handlung und Cast des Netflix-Thrillers
Daily Diversity: So lebt Vodafone die Vielfalt im Unternehmensalltag
Das beste netz deutschlands
Daily Diversity: So lebt Vodafone die Vielfalt im Unternehmensalltag
«Par for the Dungeon»
Das beste netz deutschlands
«Par for the Dungeon»: Minigolf mit fiesem Twist
Google löscht inaktive Konten
Das beste netz deutschlands
Google löscht inaktive Konten: Meld' dich mal wieder an
Julian Nagelsmann
Nationalmannschaft
Pragmatischer Nagelsmann: Leichte Gegner gibt es nicht
Schnee Eis Kälte Arbeit spät Recht
Job & geld
Schnee und Eis: Was gilt, wenn ich zu spät zur Arbeit komme?