Lieferketten: Hapag-Lloyd auf Gewinner-Seite

01.02.2022 Container-Reedereien wie Hapag-Lloyd zählen zu den großen Gewinnern der Pandemie. Verzögerungen in den globalen Transportketten tragen zu Engpässen bei der Materialversorgung der Wirtschaft bei.

Ein Containerschiff der Hapag-Lloyd im Hamburger Hafen. Foto: Marcus Brandt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Hamburger Container-Reederei Hapag-Lloyd macht angesichts der angespannten globalen Lieferketten und der riesigen Nachfrage nach Transportkapazitäten gute Geschäfte.

2021 sprang der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf rund 9,4 Milliarden Euro in die Höhe, mehr als sieben Mal so viel wie 2020, wie die Hapag-Lloyd AG am Dienstag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Eine Prognose für 2022 will Hapag-Lloyd am 10. März mit der Vorlage der endgültigen Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr geben. Branchenexperten rechnen frühestens im Jahresverlauf 2022 mit einer Normalisierung der Lage auf den weltweiten Transportwegen.

Enorm gestiegene Frachtraten

Wesentlicher Treibstoff für die Gewinnexplosion sind die enorm gestiegenen Preise - im Branchenjargon Frachtraten - für Transporte auf See, die die Gewinne aller Container-Reedereien in diesem Jahr durch die Decke gehen lassen. Der Grund ist ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren: Die Corona-Pandemie hat die Fahrpläne der Linienreedereien so durcheinandergewirbelt, dass Schiffe und Container oft nicht da sind, wo sie sein sollen. Zudem hat die früher und kräftiger als hierzulande angesprungene Konjunktur vor allem in China und den USA die Nachfrage nach Seetransporten derart erhöht, dass die Kapazitäten mehr als ausgeschöpft sind.

Flotte von 257 Schiffen

Hapag-Lloyd beziffert die durchschnittliche Frachtrate 2021 mit 2003 US-Dollar je 20-Fuß-Standardcontainer (TEU), gegenüber 2020 ein Plus von fast 80 Prozent. Derweil stieg das Transportvolumen nur moderat auf 11,9 Millionen TEU (Vorjahr: 11,8). Hapag-Lloyd zählt mit einer Flotte von 257 Schiffen zu den wichtigsten Container-Reedereien weltweit. Der Umsatz kletterte um fast drei Viertel auf 22,3 Milliarden Euro.

Auch bei anderen Branchengrößen laufen die Geschäfte rund: So hat Maersk aus Dänemark, neben MSC mit deutlichem Abstand Branchenführer, Mitte Januar angekündigt, dass das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern 2021 rund 19,8 Milliarden US-Dollar (17,3 Mrd Euro) erreichen dürfte. Eine Prognose für das Gesamtjahr 2022 wollen die Dänen bei der Vorlage der Geschäftszahlen am 9. Februar veröffentlichen.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Tv & kino

«Avatar»-Regisseur: James Cameron: Möchte Staffelstab weitergeben

1. bundesliga

Bundesliga: Terzic nach erstem BVB-Test: «Bessere Leistung gewünscht»

Tv & kino

Filmwelt: Chris Evans will Netflix-Thriller mit Emily Blunt drehen

People news

Nachwuchs: US-Model Nicky Hilton bringt drittes Kind zur Welt

Auto news

Schub auch für Software?: VW will Europcar zur Mobilitätsplattform machen

Wohnen

Umlage für alle Kunden: Regierung will Preisexplosion bei Gas verhindern

Das beste netz deutschlands

Hurra, wir sind Kanonenfutter : «Starship Troopers Terran Command» angespielt

Das beste netz deutschlands

Featured: MacBook Air M1 vs. M2: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Empfehlungen der Redaktion

Wirtschaft

Hapag-Lloyd macht Hoffnung auf niedrigere Frachtraten

Wirtschaft

Gestiegene Transportpreise geben Hapag-Lloyd Rückenwind

Regional hamburg & schleswig holstein

Geldsegen für Hamburg: Hapag-Lloyd verzehnfacht Dividende

Wirtschaft

Maersk beendet 2021 mit dänischem Rekordgewinn

Regional hamburg & schleswig holstein

Schifffahrt: Trotz Krieg: Hapag-Lloyd hält Gewinnsteigerung für möglich

Regional hamburg & schleswig holstein

Schifffahrt: Hapag-Lloyd hebt Jahresprognose dank hoher Frachtraten an

Wirtschaft

Lieferketten: Wann entspannt sich der Containerverkehr?

Wirtschaft

Transport: Auftragsbestand für neue Containerschiffe auf 14-Jahres-Hoch