Pkw-Neuzulassungen in EU: Historisch schwacher Februar

17.03.2022 Chipmangel und andere Lieferkettenprobleme haben die Pkw-Neuzulassungen in der EU im Februar auf ein historisches Tief gedrückt. Experten erwarten keine Besserung.

Die Volkswagen-Gruppe als Marktprimus lag mit 11,5 Prozent im Minus und kam auf 176.000 Neuzulassungen. © Swen Pförtner/dpa

Die Pkw-Neuzulassungen in der EU sind im Februar weiter gesunken. 719 465 Fahrzeuge bedeuten ein Minus von 6,7 Prozent im Jahresvergleich, wie der Branchenverband Acea mitteilte.

So wenige Autos seien seit Beginn der Aufzeichnungen noch nie in einem Februar verkauft worden. Grund sind die Störungen in der Lieferkette, etwa bei Halbleitern. Im Vergleich zum Januar, als das Minus 6 Prozent betrug, beschleunigte sich der Rückgang - und Experten erwarten vorerst keine Besserung.

«Seit Ende Februar hat sich die Situation nochmal massiv verschärft. Neue Engpässe bei wichtigen Zulieferprodukten führen zu Produktionsstillständen», sagte Peter Fuß vom Beratungsunternehmen EY. «Die Lieferfähigkeit der Autohersteller hat sich damit weiter erheblich verschlechtert.»

Die Branche arbeite zwar mit Hochdruck daran, fehlende Bauelemente und Rohstoffe von bisherigen Lieferanten aus der Ukraine und Russland durch andere Bezugsquellen zu ersetzen oder die Produktion an anderen Standorten hochzufahren, doch das brauche Zeit, sagte Fuß. «Für die Kunden heißt das: Die Verfügbarkeit von Neuwagen wird sich weiter verschlechtern. Die Lieferzeiten werden noch länger. Die Preise gehen vermutlich weiter in die Höhe.» Gleichzeitig sieht er das Risiko einer gedämpften Nachfrage durch steigende Inflation, sinkende Reallöhne und rekordhohe Spritpreise.

Die vier wichtigsten Automärkte entwickelten sich im Februar laut Acea unterschiedlich. Während Italien und Frankreich Rückgänge von 22,6 beziehungsweise 13 Prozent hinnehmen mussten, konnten Spanien und Deutschland um 6,6 und 3,2 Prozent zulegen.

Auch bei den Herstellern fiel die Betroffenheit unterschiedlich aus. Die Volkswagen-Gruppe als Marktprimus lag mit 11,5 Prozent im Minus und kam auf 176.000 Neuzulassungen. Dahinter folgte der Stellantis-Konzern - zu dem etwa Peugeot, Fiat und Opel gehören - mit 151.000 Autos und einem Rückgang um 19,5 Prozent. Bei Mercedes-Benz (+1,5 Prozent) und der BMW-Gruppe (-1,5 Prozent) gab es nur wenig Bewegung.

© dpa

Weitere News

Top News

1. bundesliga

Bundesliga: Abschied mit Misstönen: Modeste-Rückkehr zum FC unklar

Tv & kino

Medien: RBB-Intendantin Schlesinger tritt zurück

Tv & kino

Festival: Helena Wittmann beeindruckt mit ihrem Film in Locarno

Musik news

Heavy Metal: Mehr als 80 000 Besucher beim Festival in Wacken

Auto news

BYD Seal startet in China: Starker Gegner für Teslas Model 3

Job & geld

Blick in den Vertrag hilft: Anbieterwechsel: Auf Wechselgebühren achten

Handy ratgeber & tests

Featured: Die besten Apps für Veganer:innen: Diese Anwendungen erleichtern Dir Deinen Alltag ohne tierische Produkte

Das beste netz deutschlands

Schnäppchenjagd im Netz: Was Preissuchmaschinen bringen

Empfehlungen der Redaktion

Wirtschaft

Autobranche: Chipkrise und Ukraine-Krieg bremsen Automärkte

Regional berlin & brandenburg

Verkehr: Weniger Pkw-Neuzulassungen in Berlin und Brandenburg

Auto news

Alternative Antriebe bei Nutzfahrzeugen : E-Anteil verdoppelt sich

Auto news

Europäischer Branchenverband: Elektro- und Hybridautos laufen Diesel den Rang ab

Wirtschaft

Autobranche: Erneut weniger Nutzfahrzeuge in der EU zugelassen

Auto news

Europäischer Fahrzeugverband: Mehr Nachfrage nach Vans mit Alternativantrieb

Regional hamburg & schleswig holstein

Nordseefischerei: Fischerei-Verband trotz stabiler Bestände in Sorge

Regional baden württemberg

Statistisches Landesamt: Baden-Württemberg nimmt mehr Grunderwerbsteuer ein