Streik im US-Güterbahnverkehr - auch Passagierzüge betroffen

US-Güterbahnunternehmen und Gewerkschaften können sich im Streit über Löhne und Arbeitsbedingungen nicht einigen. Der drohende Streik betrifft auch die US-Passagierbahn Amtrak: Sie nutzt die Gleise mit.
Reisende steigen an der New Yorker Penn Station aus einem Amtrak-Zug. © Mark Lennihan/AP/dpa

Die USA steuern auf einen möglichen Streik im Güterzugverkehr mit schweren wirtschaftlichen Folgen zu. Die US-Passagierbahn Amtrak kündigte an, vorsorglich alle Fernverkehrszüge ab Donnerstag zu streichen. Die Anpassungen seien notwendig, um sicherzustellen, dass die Züge ihre Terminals erreichen könnten, bevor der Güterverkehr unterbrochen werde, falls in den Verhandlungen keine Einigung erzielt werde, hieß es. Amtrak nutzt die von Güterbahnen unterhaltenen Gleise mit.

Etliche Züge im Nordosten des Landes wie der Schnellzug Acela, der zwischen der Hauptstadt Washington, New York und Boston verkehrt, sollen nicht von den Streichungen betroffen sein. Das Unternehmen betonte, dass die Verhandlungen weder Amtrak noch die Amtrak-Belegschaft beträfen.

Hintergrund ist, dass die Güterbahnunternehmen und Gewerkschaften im Streit über Löhne und Arbeitsbedingungen einen neuen Vertrag aushandeln - sich bislang aber nicht einigen konnten. Ein möglicher Streik könnte am Freitag beginnen und bedeutende Auswirkungen auf die US-Wirtschaft haben. Der Transport wichtiger Güter könnte zum Erliegen kommen. Viele Branchen sind auf die Bahn für den Transport ihrer Waren angewiesen - betroffen könnte die Beförderung von Düngemittel für die Landschaft, Rohöl oder Autoteilen sein.

US-Arbeitsminister Marty Walsh versuchte am Mittwoch zu vermitteln. Wenn sich beide Seiten nicht einigen können, könnte der Kongress eingreifen, um einen Streik zu verhindern - allerdings war nicht klar, wie schnell sich Republikaner und Demokraten auf eine gemeinsame Linie einigen könnten. «Ein Stillstand unseres Güterverkehrssystems ist für unsere Wirtschaft und die amerikanische Bevölkerung inakzeptabel, und alle Beteiligten müssen daran arbeiten, genau das zu vermeiden», sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre.

© dpa
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