Borussia Dortmund peilt 2023/2024 wieder Gewinn an

Der BVB meldet erneut rote Zahlen. Aber der Optimismus kehrt dank ausverkaufter Spiele und neuer Erlös-Aussichten in der Champions League zurück. Die Geschäftsführung strebt wieder Gewinne an.
Der Fußball-Bundesligaverein hat Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr bekannt gegeben. © Bernd Thissen/dpa

Nach einer zweiten kompletten Spielzeit in der Pandemie hat Borussia Dortmund einen Verlust von 35 Millionen Euro verbucht. Im Vorjahr lag das Minus noch bei 72 Millionen Euro. Diese vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2021/2022 (zum 30. Juni) nannte der Verein am Freitag.

Ein Grund: Der Fußball-Bundesligist konnte nur 40 Prozent der Eintrittskarten anbieten und hatte wegen des frühen Ausscheidens aus der Champions League weniger Einnahmen aus der TV-Vermarktung. Statt knapp 187 Millionen Euro nahm der BVB hier 145 Millionen ein. Beim Spielbetrieb kletterten die Einnahmen von nahezu null auf 22,6 Millionen Euro. In der Vorsaison waren in der Bundesliga wegen der Pandemie keine Zuschauer zugelassen.

Laut Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erlöste die Borussia Dortmund KGaA einen Umsatz von 456,8 Millionen Euro. In der Summe sind auch Transfers enthalten. Nach dem ersten Jahr der Pandemie lag dieser Wert noch bei 358,6 Millionen Euro. Beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) meldete der BVB 80 Millionen Euro und damit etwa doppelt so viel wie im Vorjahr. Watzke äußerte sich deshalb vorsichtig optimistisch. Ab dem Geschäftsjahr 2023/2024 will das Unternehmen wieder einen Gewinn machen. Watzke strebt dieses Ziel bereits ein Jahr früher an.

Prognosen wie Vorhersage der Lottozahlen

Aktuelle Prognosen seien aber wegen Corona und der Energiekrise eher unseriös. «Da könnte ich auch die Lottozahlen voraussagen», sagte Watzke. Positiv sei, dass Borussia Dortmund zur alten Erlösstärke zurückfinde, auch wenn das Vor-Corona-Niveau längst nicht wieder erreicht sei. Bis zur Fußball-Weltmeisterschaft Ende des Jahres sei jedes BVB-Spiel ausverkauft.

Watzke erinnerte daran, dass die Pandemie großen Einfluss auf den Transfermarkt habe. «Für drei bis vier Spieler bekommen Sie weiterhin viel Geld. Aber bei Angeboten für das obere Mittelfeldsegment ist es still geworden.»

Der Transfer des norwegischen Superstars Erling Haaland für die Ablöse von 75 Millionen Euro zu Manchester City wird erst im Geschäftsjahr 2022/2023 wirksam. Der Stürmer wechselte nach der abgelaufenen Saison nach England.

© dpa
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