Aktivistin Malala: Mehr in Mädchen-Bildung investieren

Die Ausbildung von Mädchen sei für Länder eine Investition in die Zukunft, betont IWF-Chefin Georgiewa auf der Frühjahrstagung. Auch Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai macht sich für die Gleichstellung von Frauen stark.
Malala Yousafzai fordert, mehr in Mädchen-Bildung zu investieren. © Manuel Balce Ceneta/AP Pool/AP/dpa

Zum Auftakt der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank haben IWF-Chefin Kristalina Georgiewa und Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai zu mehr Investitionen in die Bildung von Mädchen aufgerufen.

«Wenn wir die Wirtschaft wieder auf Kurs bringen wollen, müssen wir die richtigen Investitionen tätigen», sagte Georgiewa am Montag in Washington. Bei der Ausbildung von Mädchen handele es sich nicht um Ausgaben, sondern um eine Investition in die Zukunft eines Landes.

Ihre Botschaft an die Finanzminister aus aller Welt sei simpel, sagte die IWF-Chefin: «Wenn Sie wollen, dass das Wachstum höher ist, wenn Sie wollen, dass Ihre Haushaltseinnahmen steigen, dann bilden Sie bitte Mädchen aus und stärken Sie Frauen.» Kein Land könne erfolgreich sein, wenn es nicht das volle Potenzial aller Menschen ausschöpfe - von Männern und Frauen.

Friedensnobelpreisträgerin über Video zugeschaltet

Die pakistanische Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai war bei der Veranstaltung per Video zugeschaltet und mahnte ebenfalls, die Finanzierung für die Ausbildung von Mädchen zu steigern und die Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft zu fördern. Dies trage zur Wirtschaftsleistung eines Landes bei, helfe bei der Bekämpfung von Armut und der Eindämmung von Konflikten. Yousafzai (24) hatte 2014 für ihren Einsatz für das Recht aller Kinder auf Bildung als bislang jüngste Preisträgerin den Friedensnobelpreis erhalten.

Für die Frühjahrstagung von IWF und Weltbank reisen aus aller Welt Finanzminister, Zentralbanker sowie Vertreter der Finanzwirtschaft und der Entwicklungszusammenarbeit in die US-Hauptstadt. Ein Teil der Beratungen findet wegen der Pandemie online statt.

© dpa
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