Privater Investor will LNG-Import vorantreiben

Deutsche Regas heißt das Unternehmen, das mithelfen will, Deutschland mit Gas zu versorgen. Angeliefert werden soll das Flüssigerdgas an der Ostseeküste.
Die Gasversorgung in Deutschland bleibt aufgrund der anhaltenden Ukraine-Krise ein großes Thema. © Marijan Murat/dpa

Mit einem schwimmenden LNG-Terminal will das Unternehmen Deutsche Regas im vorpommerschen Lubmin in großem Stil Flüssigerdgas importieren.

Ab Dezember plane man, bis zu 4,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich in das deutsche Fernleitungsnetz einzuspeisen, teilte das mittelständische Unternehmen mit, hinter dem der Investor Ingo Wagner und der Unternehmensberater Stephan Knabe stehen. Das hierfür nötige Spezialschiff habe man sich bereits gesichert. Aufgrund der relativ geringen Wassertiefe des Greifswalder Boddens soll das Gas zunächst auf einem Tanker zwischengelagert und mit kleineren Schiffen an Land gebracht werden. Zuvor hatte der «Tagesspiegel» über das Projekt berichtet.

Der Bürgermeister von Lubmin, Axel Vogt, bestätigte die Pläne der Unternehmer. «Die monatelange gemeinsame Vorarbeit war sehr professionell, fruchtbar und zielführend.» Vogt hofft nach eigenen Worten, dass mit dem Projekt neue Arbeitsplätze in den Ort kommen, in dem bereits die deutsch-russischen Gasleitungen Nord Stream 1 und 2 anlanden. Auch das Unternehmen Gascade, das den Gasknotenpunkt am Ort betreibt, bestätigte, eine Anfrage des Unternehmens zur Einleitung von LNG erhalten zu haben. Diese werde geprüft.

Laut dem Unternehmen könnten bis zu 320 Personen in Lubmin beschäftigt werden. Um den Zeitplan zu halten, müsste spätestens im September mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Die Deutsche Regas hat bereits größere Pläne: Gäbe es die Möglichkeit, die zwar fertiggestellte, aber nicht zertifizierte Nord-Stream-2-Pipeline zu nutzen, könnte man den Angaben zufolge die Kapazität mittels eines zweiten Spezialschiffes auf bis zu 16 Milliarden Kubikmeter Gas erhöhen. Zum Vergleich: Nord Stream 1 hat eine Kapazität von rund 60 Milliarden Kubikmetern im Jahr.

© dpa
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