Iran bietet sich Europa als Gaslieferant in Krisenzeiten an

Europa blickt angesichts der Energiekrise mit Sorge auf den Herbst und Winter. Iran bringt sich nun als Lieferant ins Spiel - unter bestimmten Bedingungen.
Der Iran verfügt über die zweitgrößten Gasreserven weltweit. © Vahid Salemi/AP/dpa

Iran hat sich im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise und dem im Winter befürchteten Gasmangel in Europa als Energielieferant angeboten. «Wir haben bekanntlich die notwendigen Gas-Reserven sowie das Potenzial und könnten daher auch Europas Bedarf diesbezüglich decken», sagte Außenamtssprecher Nasser Kanaani am Montag.

Im Vorfeld jedoch müsste das Wiener Atomabkommen wieder in Kraft gesetzt und vor allem müssten alle wirtschaftlichen US-Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden, so der Sprecher laut Nachrichtenagentur Fars.

Iran verfügt über zweitgrößten Gasreserven weltweit

Mit den weltweit zweitgrößten Gasreserven käme der Iran als Energielieferant für Europa zwar in Frage, hat aber laut Beobachtern wegen der Gasnachfrage in eigenen Land wenig Spielraum für Gas-Exporte. Auch Sprecher Kanaani räumte ein, dass es wegen der US-Sanktionen in den letzten Jahren bei den Gas-Förderungen technische Probleme gegeben habe. Diese seien in der Zwischenzeit aber behoben und der Iran habe keinerlei Einschränkungen mehr. 

Der Iran und die sechs Vertragspartner des Wiener Atomdeals – China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA – arbeiten derzeit an einer Wiederbelebung des Abkommens von 2015. Noch ist keine finale Einigung erzielt, aber der iranische Sprecher zeigte sich zuversichtlich, dass diese bald schon bald möglich sein könnte. 

© dpa
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