Handel sowie Atom- und Kohlestrom sorgen für RWE-Gewinnplus

11.11.2021 Der Energiekonzern steckt den Dämpfer durch eine Extremkälte in den USA bislang gut weg. Unterm Strich liegen die Essener nach neun Monaten im Plus.

Das Logo von RWE ist an der Fassade eines Gebäudes auf dem RWE Campus in Essen zu sehen. Foto: Fabian Strauch/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Gute Geschäfte im Energiehandel und bei der Stromerzeugung aus Braunkohle und Kernenergie haben dem Energiekonzern RWE in den ersten drei Quartalen höhere Gewinne beschert.

Trotz eines wetterbedingten Verlustes von 400 Millionen Euro im Frühjahr in Texas konnte das Unternehmen bis Ende September über eine Milliarde Euro Reingewinn verbuchen - 30 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. RWE bestätigte seine Prognosen für das Gesamtjahr 2021. Demnach soll der bereinigte Nettogewinn zwischen 1,05 und 1,4 Milliarden Euro liegen. Weiterhin werde eine Dividende von 90 Cent je RWE-Aktie angestrebt, teilte die RWE AG am Donnerstag in Essen mit.

Im Kerngeschäft, zu dem RWE die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien und Gas sowie den Energiehandel zählt, ging das Ergebnis allerdings etwas zurück. Laut RWE ist hier vor allem das Extremwetter in Texas zu Jahresanfang verantwortlich. Eine außergewöhnliche Kältewelle hatte im Februar dafür gesorgt, dass einige RWE-Windparks in Texas für mehrere Tage außer Betrieb waren. Die Stromerzeugung für diesen Zeitraum hatte RWE allerdings schon verkauft. Um seine Lieferverpflichtungen zu erfüllen, musste das Unternehmen teuren Strom zukaufen.

Bei der Stromerzeugung aus Braunkohle- und Atomkraftwerken konnte RWE höhere Gewinne erzielen als im Vorjahr. Den Strom hatte RWE nach eigenen Angaben bereits in den Vorjahren nahezu vollständig auf Termin verkauft. Auch eine verbesserte Verfügbarkeit der Kernkraftwerke habe positiv zu Buche geschlagen.

Die Errichtung neuer Windkraft- und Solaranlagen kommt laut RWE zügig voran. Derzeit seien 3,8 Gigawatt an Windkraft- und Solaranlagen sowie Speicher im Bau, sagte RWE-Finanzvorstand Michael Müller. Er bekräftigte das Ziel, die Kapazität von aktuell 9,5 Gigawatt auf mehr als 13 Gigawatt bis Ende 2022 auszubauen.

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