Modeketten Inditex und H&M erholen sich von Corona-Schock

15.12.2021 Das Jahr 2020 war vor allem für Einzelhändler ein Schock. Die Branchengrößen Inditex und H&M erholen sich jetzt wieder - wenngleich in unterschiedlichem Tempo.

Das Logo der Modekette H&M steht über einer Filiale in der Innenstadt in Nürnberg. Foto: Daniel Karmann/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die beiden größten europäischen Modehandelskonzerne Inditex und H&M sind nach dem Corona-Schock im vergangenen Jahr weiter auf Erholungskurs.

Inditex, die spanische Mutter von Ketten wie Zara oder Massimo Dutti, setzte zwischen August und Oktober nach Angaben vom Mittwoch so viel wie nie in einem dritten Geschäftsquartal um.

Zudem startete der Konzern mit deutlichen Zuwächsen ins wichtige Weihnachtsquartal: Zwischen dem 1. November und dem 10. Dezember stieg der um Währungseffekte bereinigte Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Drittel. Im Vergleich zu 2019 war dies ein Plus von zehn Prozent. Der Stockholmer H&M-Konzern ist nach eigenen Angaben beim Umsatz auf dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019 angekommen. Er entwickelt sich damit schwächer als sein Rivale.

Gutes Plus - und Rekorde

Bei Inditex lag der Erlös im dritten Geschäftsquartal bei knapp 7,4 Milliarden Euro und damit rund ein Fünftel über dem Vorjahreswert. Im Vergleich zum dritten Quartal des Vorkrisen-Geschäftsjahres 2019/2020 bedeutet dies ein Plus von rund sechs Prozent. Der operative Gewinn zog um rund ein Fünftel auf 2,3 Milliarden Euro an. Unter dem Strich stand ein Gewinn von rund 1,23 Milliarden Euro. Bei beiden Werten stellte Inditex Rekorde auf. Rasant wächst der Onlinehandel: Hier konnte das Unternehmen die Umsätze im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie mehr als verdoppeln. In diesem Geschäftsjahr soll der Anteil der Onlineverkäufe am Gesamtumsatz auf mehr als ein Viertel zulegen.

Bei H&M stiegen die gesamten Erlöse im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 (per 30. November) binnen Jahresfrist bereinigt um acht Prozent auf 57 Milliarden schwedische Kronen (5,5 Mrd Euro), wie der Konzern mitteilte. Im Gesamtjahr zog der Umsatz um sechs Prozent auf umgerechnet 19,4 Milliarden Euro an.

Neben der langsameren Erholung beim Umsatz hat H&M einen deutlich höheren Lagerbestand als der spanische Konkurrent. H&M-Chefin Helena Helmersson arbeitet seit einiger Zeit daran, diesen zu verringern. Probleme bereiten dabei immer wieder Corona-Auflagen. So waren zu Beginn des vierten Quartals rund 100 Läden vor allem in Südostasien geschlossen. Zum Ende des Quartals waren es 115 Filialen - dieses Mal vor allem in Österreich und der Slowakei.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Musik news

Popmusiker: Zucchero: Bin skeptisch, wenn jemand echten Namen sagt

Musik news

Sängerin: 80er-Ikone ist 60 geworden: Sandra will nochmal durchstarten

1. bundesliga

Relegation: Bundesliga-Rückkehr nah: HSV siegt bei der Hertha

People news

Spanien: Altkönig Juan Carlos: Unbequemer Gast im eigenen Land

Auto news

Sicher ans Ziel: Sturm und Starkregen: So kommen Autofahrer sicher durch

Gesundheit

Fragen und Antworten: Affenpocken-Fälle weltweit - Was hat das zu bedeuten?

Internet news & surftipps

Elektronik: Barrierefreiheit: Neue Bedienungshilfen für Smartphones

Das beste netz deutschlands

Rentenversicherung: DRV warnt vor neuer Betrugsmasche per Anruf

Empfehlungen der Redaktion

Wirtschaft

Mode-Einzelhandel: Zara-Mutter Inditex erholt sich

Internet news & surftipps

Softwarekonzern: Microsofts Cloud-Geschäft wächst weiter schnell

Regional hamburg & schleswig holstein

Metallindustrie: Aurubis mit Gewinnsprung

Regional rheinland pfalz & saarland

Chemiekonzern: BASF steigert Betriebsergebnis und Umsatz deutlich

Wirtschaft

Vesicherungen: Rekordsommer stimmt Allianz zuversichtlich

Internet news & surftipps

Elektronik: Spider-Man treibt Sony-Gewinn hoch - Engpass bei PS5-Konsole

Regional hessen

Mehr Passagiere am Frankfurter Flughafen: Gewinn winkt

Regional bayern

Entwicklung bei Siemens Gamesa drückt auf Siemens Energy