Haareschneiden teurer - Lage für Friseure weiter schwierig

Die Preise für einen neuen Haarschnitt sind im vergangenen Jahr teurer geworden. Viele Betriebe haben dennoch zu kämpfen. Das hat vielschichte Gründe.
Männer bezahlten für einen Haarschnitt im Schnitt knapp 27,50 Euro. © Armin Weigel/dpa

Verbraucherinnen und Verbraucher haben im vergangenen Jahr mehr für den Haarschnitt beim Friseur bezahlen müssen. Um rund vier Prozent erhöhten sich die Preise 2021 im Durchschnitt, wie der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks am Montag mitteilte.

Frauen bezahlten pro Besuch demnach im Schnitt etwas mehr als 66 Euro, Männer knapp 27,50 Euro. Mit der aktuell hohen Inflation hat das demnach allerdings wenig zu tun. «Ausschlaggebend für diese Preissteigerung waren vor allem der mit Arbeitsschutz- und Hygienemaßnahmen einhergehende zeitliche Mehraufwand sowie die Kosten für Schutzausrüstung und Testangebote», hieß es.

Wirtschaftliche Lage trotz höherer Preise angespannt

Trotz der höheren Preise blieb die wirtschaftliche Lage aufgrund der Corona-Krise angespannt. Auf rund 5,9 Milliarden Euro dürfte sich laut Prognosen des Statistischen Bundesamts der steuerpflichtige Gesamtumsatz des Friseurhandwerks im vergangenen Jahr belaufen haben. Das wären laut Verband noch einmal 5,6 Prozent weniger als im ohnehin schon schlechten Jahr 2020. Damals waren die Umsätze um fast zwölf Prozent auf 6,21 Milliarden Euro eingebrochen.

Aufgrund der niedrigen Umsätze rutschen laut Verband mehr Salons in die Kategorie der umsatzsteuerbefreiten Mikro-Salons ab. Dort liegt der Jahresumsatz demnach bei unter 22.000 Euro. Aufgrund der wegfallenden Steuer könnten diese Betriebe aber konkurrenzlos günstige Preise anbieten.

Es sei eine «massive und unfaire Konkurrenz» entstanden. «Diese führen zu erheblichen Wettbewerbsverzerrungen vor allem zu Lasten der nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen und haben in der Folge unter anderem negative Auswirkungen auf die Ausbildungsleistung und eine qualitätsorientierte Fachkräfteentwicklung», teilte der Verband weiter mit.

© dpa
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