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Die linksextreme «Vulkangruppe»

Der Berliner Verfassungsschutz rechnet sie dem anarchistischen Spektrum zu: die «Vulkangruppe». Doch welche Ziele verfolgen deren Mitglieder?
Brandenburg
Brandspuren an einem Strommast nahe der Tesla-Autofabrik. © Patrick Pleul/dpa

Im Zusammenhang mit dem Brand eines Strommastes in der Nähe der Tesla-Fabrik in Grünheide rückt die als linksextremistisch eingestufte «Vulkangruppe» in den Fokus. Viel ist über deren Mitglieder nicht bekannt. Vom Berliner Verfassungsschutz wird die Gruppe seit einigen Jahren dem anarchistischen Spektrum zugeordnet. Demnach soll sie sich 2011 gegründet und seither eine Reihe von Brandanschlägen in Berlin und Brandenburg verübt haben.

Bei den Angriffen wurden als Ziel zumeist Kabelschächte an Bahntrassen gewählt. In einigen Fällen griff die Gruppe auch Funkmasten oder Datenleitungen an, teilweise auch Firmenfahrzeuge. So soll die «Vulkangruppe» dem Berliner Verfassungsschutzbericht von 2019 zufolge durch Sabotageakte «die Verwundbarkeit der urbanen Mobilitäts- und Kommunikationsinfrastruktur offenbaren, die öffentliche Ordnung stören und erheblichen Sachschaden anrichten».

In mindestens acht Fällen in den vergangenen Jahren sollen sich nach Verfassungsschutz-Angaben die Texte der Bekennerschreiben in Aufbau, Stil und inhaltlichen Aussagen so ähneln, dass die Behörde von einem «(teil-)identischen Autorenkreis» ausgeht. Auch ein Strategiepapier aus dem Jahr 2015 deute auf eine feste Struktur hin.

Die «Vulkangruppe» stand bereits im Jahr 2021 im Verdacht, einen Brandanschlag auf die Stromversorgung der Tesla-Baustelle verübt zu haben. Damals brannten Stromkabel in einem Wald etwa 500 Meter von dem Werk des Autobauers entfernt. Im März 2018 verübte die Gruppe in Berlin-Charlottenburg einen Brandanschlag auf Starkstromleitungen. Etwa 6500 Wohnungen und 400 Firmen waren stundenlang ohne Strom. Der Sachschaden ging in die Millionen.

© dpa
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