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Dax beendet turbulente Woche leicht im Minus

Nach einer bewegten Börsenwoche am deutschen Aktienmarkt ist am Freitagnachmittag Ruhe eingekehrt. Der Gaza-Krieg, hartnäckig hohe Renditen von US-Staatsanleihen und Quartalsberichte aus den USA und Deutschland hatten die Kurse zuletzt belastet. Hinzu kamen am Donnerstag Kursturbulenzen beim Energietechnikkonzern Siemens Energy.
Dax
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. © picture alliance / dpa

Der Dax schloss am Freitag mit einem Minus von 0,30 Prozent bei 14.687,41 Punkten. Auf Wochensicht steht für den deutschen Leitindex ein Verlust von rund 0,8 Prozent zu Buche, nachdem zum Wochenauftakt bei 14 630 Punkten der tiefste Stand seit März markiert wurde. Der MDax der mittelgroßen Börsenunternehmen bewegte sich am Freitag nur wenig und ging mit einem Rückgang von 0,10 Prozent bei 23.772,02 Zählern aus dem Handel.

Deutlichere Abgaben verzeichneten die anderen europäischen Leitbörsen. So verlor der EuroStoxx 50 0,87 Prozent auf 4014,36 Punkte. Der französische Cac 40 fiel um 1,4 Prozent und der britische FTSE 100 rutschte um 0,9 Prozent ab. In New York büßte der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss 0,5 Prozent ein.

Mit Interesse schauten die Anleger erneut auf die Kurse von Siemens Energy. Die Titel waren am Vortag um gut 35 Prozent abgestürzt, weil der Energietechnikkonzern mit dem Bund über milliardenschwere Bürgschaften für Kredite verhandelt. Am Freitag erholten sich Siemens-Energy-Aktien an der Dax-Spitze und gewannen 9 Prozent.

Die Papiere von Covestro drehten nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und verloren als Dax-Schlusslicht letztlich 3,4 Prozent. Der Kunststoffkonzern wird wegen einer ausbleibenden Nachfragebelebung erneut vorsichtiger für das laufende Jahr. Im Fokus bleiben aber vor allem die Gespräche über eine Übernahme durch den arabischen Ölkonzern Adnoc. Hier ließ die Fantasie der Anleger etwas nach.

Unter den Nebenwerten fielen die Aktien von Secunet mit einem Rückgang auf den tiefsten Stand seit April 2020 und einem Kurseinbruch von mehr als 28 Prozent besonders negativ auf. Der IT-Sicherheitsdienstleister reduzierte sein Gewinnziel für 2023 wegen höherer Kosten und einem geringeren Umsatzanteil von profitablen Lizenzen.

Am Devisenmarkt stieg der Euro auf zuletzt 1,0592 US-Dollar. Die Notenbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,0541 Dollar festgelegt.

Im deutschen Anleihehandel fiel die Umlaufrendite von 2,87 Prozent am Vortag auf 2,81 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,31 Prozent auf 123,61 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,02 Prozent auf 128,69 Punkte.

© dpa
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