Dax trotzt schwachen Konjunktursignalen

Der Dax hat seine Klettertour fortgesetzt. Ungeachtet aller konjunkturellen und geopolitischen Risiken schloss der deutsche Leitindex 0,68 Prozent fester bei 13.910,12 Punkten. Er erreichte damit den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten.
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. © Fredrik von Erichsen/dpa

Am Vormittag hatten dem Dax gut 50 Punkte zur Marke von 14.000 Punkten gefehlt. Europäische Konjunkturnachrichten und durchwachsene Daten aus der US-Wirtschaft ließen die Gewinne schmelzen. Doch dann sorgte der freundliche US-Leitindex Dow Jones auf der Zielgeraden für etwas mehr Schwung – dieser stand zum europäischen Handelsende über ein halbes Prozent im Plus.

Für den MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen ging es um 0,72 Prozent auf 28.108,38 Punkte hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verabschiedete sich 0,41 Prozent fester bei 3805,22 Punkten. Die Indizes in Paris und London legten in einer ähnlichen Größenordnung zu.

Im Dax zollten die anfangs freundlichen Titel des Kochboxen-Anbieters Hellofresh der jüngsten Erholung Tribut und büßten letztlich knapp anderthalb Prozent ein. Ähnliches galt für den Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise mit einem Minus von 1,1 Prozent.

Umgekehrt war es bei den zuletzt schwachen Titeln der Rüstungsunternehmen Rheinmetall und Hensoldt: Sie legten um 3,7 beziehungsweise 4,3 Prozent zu.

MDax-Spitzenreiter war der Lieferdienst Delivery Hero, der die Anleger mit Aussagen zur Profitabilität begeisterte und damit der gesamten Branche etwas Rückenwind gab. Die Anteilscheine zogen um fast fünfeinhalb Prozent an und erreichten zeitweise den höchsten Stand seit ihrem rund 30-prozentigen Kursrutsch am 10. Februar, als Delivery Hero den Markt mit einem schwachen Ausblick schockiert hatte.

Geschäftszahlen vom australischen Bergbaukonzern BHP entfalteten eine positive Wirkung auf Rohstoffwerte allgemein und auf Stahltitel wie Klöckner, Salzgitter und Thyssenkrupp sowie auf die Aktien des Kupferkonzerns Aurubis. Allesamt gewannen bis zu 5,7 Prozent.

Der Euro kostete zuletzt 1,0169 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs davor auf 1,0131 Dollar festgesetzt.

Auf dem Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,84 Prozent am Vortag auf 0,82 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,01 Prozent auf 136,39 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,52 Prozent auf 155,71 Punkte.

© dpa
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