Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Aus für Leuchtstoffröhren: EU-Ausnahmeregelung endet

Leuchtstoffröhren waren jahrzehntelang an vielen Orten die Lichtquelle der Wahl. Ihr relativ hoher Energieverbrauch und Quecksilber-Gehalt haben allerdings die EU auf den Plan gerufen.
Leuchtstoffröhren
Ausrangierte Leuchtstoffröhren liegen auf dem Recyclinghof Bahrenfeld in Hamburg. © picture alliance / dpa

In der EU läuft heute eine Ausnahmeregelung für den Verkauf von quecksilberhaltigen Leuchtstoffröhren aus. Nach Angaben der EU-Kommission dürfen Lampen vom Typ T5 und T8 künftig nur noch dann über die Ladentheke gehen, wenn sie aus bereits produzierten Lagerbeständen stammen. Ausgenommen sind nur Lampen für spezielle Verwendungszwecke zum Beispiel im Militärbereich.

«Für T5- und T8-Röhren stehen jetzt geeignete Alternativen zur Verfügung, die sowohl zu Energieeinsparungen als auch zum Verzicht auf das Inverkehrbringen von Quecksilber-haltigen Leuchtstofflampen führen können», erklärte eine Sprecherin der EU-Kommission der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb habe man beschlossen, die Ausnahmeregelung für diese Produkte auslaufen zu lassen. Die Nutzung sei allerdings weiter erlaubt.

Nutzer müssen über Alternativen nachdenken

Nach Angaben des deutschen Fachverbands Licht werden Leuchtstoffröhren noch heute in etlichen Betrieben und öffentlichen Einrichtungen, aber zum Teil auch noch in Straßenbeleuchtungen sowie in Garagen und Kellern verwendet. Nutzer müssen nun über Alternativen nachdenken, da sie in absehbarer Zeit keine Ersatzlampen mehr erhalten können.

«Wer sich noch nicht mit dem Thema Sanierung beschäftigt hat, sollte dies bald angehen», sagte Verbandsgeschäftsführer Jürgen Waldorf der dpa. Er verwies auch darauf, dass sich durch eine Auswechslung der Lampen aufgrund der hohen Effizienz der neuen LED-Technologie Betriebskosten einsparen und Sanierungskosten amortisieren lassen könnten. Zudem senke eine bedarfsgerechte Sanierung den Gesamtenergieverbrauch und erhöhe bei guter Planung auch den Sehkomfort.

Vorbereitung auf frühzeitigen Ausstieg

Gut vorbereitet auf das Verbot sind laut dem Fachverband Licht die Lampenproduzenten. Sie haben sich demnach bereits frühzeitig auf einen Ausstieg aus der Produktion in Deutschland vorbereitet. Parallel dazu wurden neue LED-Leuchten, aber auch sogenannte Retrofitlampen entwickelt. So werden Lampen bezeichnet, die sich in alte Leuchten einsetzen lassen, ohne dass an der Leuchte selbst eine aufwendige bauliche Änderung notwendig ist. Beim Betrieb an elektromagnetischen Vorschaltgeräten muss so in der Regel nur der Starter durch ein vom Lampenhersteller mitgeliefertes Austauschelement ersetzt werden.

Grund für die geplante Verbannung der Leuchtstofflampen aus der EU sind neben dem vergleichsweise hohen Energieverbrauch insbesondere die Gefahren durch das enthaltene Quecksilber. «Quecksilber ist ein chemisches Element mit neurotoxischen Wirkungen, das ein hohes Risiko für Umwelt und Gesundheit darstellt», erklärte die Sprecherin.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Berlinale 2024
Tv & kino
Roth will Israelkritik bei Berlinale-Finale aufarbeiten
Pete Doherty
People news
Rocker Pete Doherty hat Diabetes
The Zone Of Interest
Tv & kino
«The Zone of Interest» - Leben im Nazi-Familienidyll
Online bezahlen
Internet news & surftipps
Sicher per Handy bezahlen? Neue Technik für Online-Shopping
Laptop
Internet news & surftipps
Laptop mit durchsichtigem Bildschirm soll Kreativen helfen
KI
Internet news & surftipps
Nicht genug Maßnahmen gegen Deepfakes
Max Eberl
Fußball news
Eberl naht: Trainersuche und Kaderfragen wichtige Aufgaben
Im Land der hundert Teiche: Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft
Reise
Unterwegs im Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft