Dogecoin-Investor verklagt Musk

Nach dem Dogecoin-Hype fiel der Wert der Kryptowährung rasant. Zuvor hatte unter anderem Elon Musk über Dogecoin gesprochen. Ihm wird nun ein angebliches Schneeballsystem vorgeworfen - in einer Anklage.
Elon Musk, Konzernchef des US-Elektroautohersteller Tesla, ist verklagt worden und zwar von einem Dogecoin-Investor. Der Vorwurf: ein angebliches Schneeballsystem. © Susan Walsh/AP/dpa

Tech-Milliardär Elon Musk und seine Unternehmen Tesla und SpaceX sind von einem US-Anleger wegen erlittener Verluste mit dem Krypto-Spekulationsobjekt Dogecoin verklagt worden.

In der am Donnerstag (Ortszeit) bei einem Gericht in New York eingereichten Klageschrift wirft Keith Johnson Musk und seinen Firmen vor, Teil eines illegalen Schneeballsystems zu sein, das den Dogecoin-Preis hochgetrieben und dann abstürzen lassen habe. Johnson strebt eine Sammelklage für alle an, die Geld mit Dogecoins verzockt haben.

Der Kläger beschuldigt Musk, Dogecoin als legitimes Investment dargestellt zu haben, obwohl es keinen Wert habe. Er will, dass Musk und seine Firmen für das Dreifache aller angeblichen Wertverluste aufkommen, die Dogecoin-Besitzer seit 2019 erlitten haben und beziffert diese Summe auf 258 Milliarden Dollar. Zudem sollen die Beschuldigten die Anwalts- und Verfahrenskosten tragen. Ob und inwiefern die Klage zugelassen wird, bleibt jedoch abzuwarten. Musk und seine Unternehmen äußerten sich zu den Vorwürfen zunächst nicht.

Dogecoin ist eine seit 2013 existierende Digitalwährung, die auf dem zum Internetphänomen avancierten Spaßbild einer japanischen Hundeart basiert und bei der es sich eigentlich um einen Witz handeln sollte. Angetrieben von Promis wie Musk, dem bei Twitter gut 98 Millionen Nutzerkonten folgen, entwickelte sie sich 2021 zeitweise zu einem der heißesten Spekulationsobjekte auf dem Finanzmarkt und erreichte im damaligen Mai ein Rekordhoch von 74 Cent. Zuletzt war sie nur noch rund 5 Cent wert. Musk ist mit einem geschätzten Vermögen von gut 200 Milliarden Dollar der laut «Forbes» reichste Mensch der Welt.

Im allgemeinen Abverkauf an den Börsen ist im Zuge von Inflations- und Rezessionssorgen zuletzt auch der Kryptomarkt heftig eingebrochen. Nicht nur Dogecoin, auch etabliertere und größere Cyber-Anlagen wie Bitcoin oder Ether haben massiv an Wert eingebüßt. Kritiker warnten bei Dogecoin schon lange vor Tendenzen eines Schneeballsystems, bei dem Gewinne nur durch frische Mittel neuer Anleger möglich sind. Selbst bekannte Krypto-Fans hatten Zweifel. Bitcoin-Milliardär Mike Novogratz etwa sagte 2021: «Es ist gefährlich - wenn der Enthusiasmus nachlässt, könnte es steil bergab gehen».

© dpa
Weitere News
Top News
People news
Leute: «Großartige Komikerin» - «Cheers»-Star Kirstie Alley ist tot
Fußball news
Nationalmannschaft: Sammer, Bobic, Matthäus? Die möglichen Bierhoff-Nachfolger
People news
Royals: Netflix-Doku über Harry und Meghan: «Das wird hässlich»
Reise
Gläsern, schwimmend, begehbar: Niedersachsen: Hier sind ganz besondere Tannenbäume zu sehen
People news
Hollywoodstar: Robert Downey Jr. spricht über emotionale Doku mit Vater
Auto news
Gebrauchtwagen-Check: Der Hyundai i10 Baujahr 2014 bis 2019
Das beste netz deutschlands
Stromsparen: Serien und Filme auf kleineren Geräten streamen
Handy ratgeber & tests
Kolumne: Huawei Mate XS2 im Test: Foldable ohne Google-Dienste
Empfehlungen der Redaktion
Internet news & surftipps
Kryptowährung: Schneeballsystem: Dogecoin-Investor verklagt Musk
Internet news & surftipps
Mögliche Übernahme: Musk will Twitter unterhaltsamer machen
Wirtschaft
USA: US-Handelsaufsicht ermittelt gegen Krypto-Firmen
Internet news & surftipps
USA: SEC-Prüfung, Klagen: Musk wegen Twitter-Einstieg unter Druck
Internet news & surftipps
Internet: Musk will bei Twitter-Funktionen mitreden
Internet news & surftipps
Soziale Medien: Musk droht abtrünnigen Twitter-Werbekunden
Internet news & surftipps
Social Media: Überraschende Wende: Elon Musk will Twitter nun doch kaufen
Internet news & surftipps
Kurznachrichtendienst: Musk schließt Twitter-Insolvenz nicht aus