Zahl der Toten nach Felsunglück in Brasilien steigt auf zehn

10.01.2022 Die spektakulären Schluchten des Furnas-Stausees in Minas Gerais sind ein beliebtes Ausflugsziel. Doch nun löste sich dort ein großer Teil einer Felswand, zehn Touristen sterben.

Touristen verlassen die Anlegestelle am Furnas-Stausee. Foto: Igor Do Vale/AP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Zahl der Toten nach einem Unglück in Brasilien, bei dem eine Felswand auf Ausflugsboote stürzte, ist auf zehn gestiegen. Taucher fanden zwei noch Vermisste, wie die Feuerwehr am Sonntagabend (Ortszeit) mitteilte.

Bei den Toten und Vermissten handle es sich neben dem Bootsführer um ein Ehepaar, deren Sohn und einen Enkel sowie weitere Verwandte und Freunde, sagte der regionale Verantwortliche der Polizei, Marcos Pimenta, auf einer Pressekonferenz.

Sie stammten aus den Bundesstaaten Minas Gerais und São Paulo und seien auf dem Boot «Jesus» unterwegs gewesen. Die Leichen wurden in die nahe gelegene Stadt Passos gebracht. Fünf Tote wurden bis Sonntagabend identifiziert. Aufgrund ihres Zustands soll die Identifizierung für die Gerichtsmediziner schwer gewesen sein.

Beliebtes Ausflugsziel

Videobilder vom Samstagnachmittag zeigten, wie zunächst einige Steine von einer Klippe fielen und sich dann ein großer Teil eines Felsens löste. Er kippte auf die unter ihm auf dem Lago de Furnas in Capitólio kreuzenden Ausflugsboote. Nach Angaben der Feuerwehr waren zwei Boote direkt getroffen worden und zwei weitere indirekt.

Der rund 400 Kilometer nördlich der Millionen-Metropole São Paulo gelegene See ist mit seinen Schluchten ein beliebtes Ausflugsziel in der Region. Der großflächige Furnas-Stausee im Rio Grande ist auch als «Meer von Minas» bekannt. In Brasilien sind derzeit Sommerferien, der Bootsausflug zu den Canyons ist ein Klassiker.

Unklar war weiterhin, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Die brasilianische Marine, die sich an der Rettungsaktion beteiligte, kündigte eine Untersuchung an. In Minas Gerais hatte es zuletzt wie im nordöstlich angrenzenden Bahia teilweise heftig geregnet.

138 Städte befanden sich in Alarmbereitschaft, der Damm des Wasserkraftwerks in Pará de Minas drohte am Sonntag zu brechen.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Sport news

Eklat um Tennisstar: Bundesgericht: Djokovic muss Australien verlassen

People news

Mit 91 Jahren: Designer der Stars: Modeschöpfer Nino Cerruti gestorben

People news

Familie: Mark Keller schwärmt von seinen beiden Söhnen

People news

Justiz: Mediziner und «Tatort»-Darsteller Joe Bausch vor Gericht

Internet news & surftipps

Kommunikation: «Smishing»-Masche: Weiter massenhaft Betrugs-SMS auf Handys

Internet news & surftipps

Software: Über drei Millionen PCs mit unsicherem Windows-System

Auto news

Minimale Mobilität: Fahrzeuge für den Moped-Führerschein

Mode & beauty

Abgelaufene Kosmetika: Wie lange hält sich meine Hautcreme?

Empfehlungen der Redaktion

Wetter

Unglück: Fels stürzt in Brasilien auf Boote - mehrere Tote

Musik news

«Königin des Leidens»: Tausende nehmen Abschied von Sängerin Mendonça