Werner wegen Lage besorgt: Neue Regeln ab 20. Dezember

14.12.2021 Deutschlandweit ist Thüringen bei der Inzidenz Negativ-Spitzenreiter. Das Gesundheitssystem gilt seit Wochen als zu stark belastet, immer mehr Intensivpatienten müssen in andere Bundesländer verlegt werden. Im Freistaat werden wohl auch an Weihnachten strenge Regeln gelten.

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke). Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit nachgeschärften Maßnahmen will die Landesregierung die Ausbreitung des Coronavirus in Thüringen eindämmen. Eine neue Verordnung unter anderem mit weiteren Einschränkungen bei Kontakten, Veranstaltungen und an Silvester soll nach bisherigen Plänen am 20. Dezember in Kraft treten, wie Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Dienstag in Erfurt ankündigte. Sie soll dann auch sogenannte Hotspot-Regelungen enthalten für jene Landkreise und kreisfreien Städte mit besonders hohen Inzidenzen.

Diese Regionen sollten die für sie vorgesehenen strengeren Regeln bereits am Dienstag umsetzen, was laut Werner drei Kommunen bis zum Nachmittag noch nicht auf den Weg gebracht hatten. Die Ministerin betonte, die Situation sei weiterhin besorgniserregend, das Gesundheitssystem stark belastet. Thüringen ist bundesweit das Land mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz. Am Dienstag lag der Wert bei 984,1 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen einer Woche.

Bisher wurden 17 Intensivpatienten in andere Bundesländer verlegt - die meisten nach Niedersachsen. «Wir gehen davon aus - nach den derzeitigen Prognosen -, dass es notwendig sein wird, dass wöchentlich fünf bis zehn Patientinnen und Patienten in andere Bundesländer über das Kleeblatt-Prinzip verlegt werden müssen», sagte Werner.

In der neuen Corona-Verordnung sollen unter anderem starke Einschränkungen für Feuerwerk an Silvester und Veranstaltungen geregelt werden. Pyrotechnik soll nicht verkauft und nicht an bestimmten öffentlichen Stellen abgebrannt werden dürfen. Veranstaltungen an öffentlichen Plätzen zum Jahreswechsel sind untersagt.

Sobald ein Ungeimpfter bei einem Treffen dabei ist, sollen strenge Kontaktbeschränkungen greifen: Nur mit bis zu zwei haushaltsfremden Personen sollen sich Bürger dann treffen dürfen. Für Zusammenkünfte, die nur aus Genesenen oder Geimpften bestehen, sind keine Einschränkungen geplant.

Für Menschen, die nicht geimpft oder von Covid-19 genesen sind, soll es auch bei der nächtlichen Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr bleiben. In der Gastronomie soll es auch nach der neuen Verordnung eine Sperrstunde ab 22 Uhr geben. Beim Freizeitsport gilt in geschlossenen Räumen wie auch im Fitnessstudio 2G-plus. Diese Regel besagt, dass nur Genesene und Geimpfte Zutritt haben, sofern sie obendrein einen negativen Corona-Test vorzeigen können. Menschen, die bereits eine Boosterimpfung erhalten haben oder deren zweite Corona-Impfung oder Genesung weniger als sechs Monate her ist, sind hier schon jetzt von der Testpflicht befreit.

Werner sagte, bei den 2G-plus-Ausnahmen sollten die Bundesländer eine einheitliche Regelung finden - Thüringen werde sich dem wohl anschließen, auch wenn dafür eine Anpassung der geplanten Verordnung nötig werden würde.

© dpa-infocom GmbH

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