Werner: Bis Januar Hälfte der berechtigten Kinder impfen

15.12.2021 Die ersten Kinder unter zwölf Jahren haben in Thüringen ihren Piks gegen Corona erhalten. Nun soll die Impfkampagne schnell vorangehen - auch wenn für die Kleinen individuell mehr Zeit eingeplant wird.

Eine Impfärztin klebt ein Pflaster auf den Oberarm eines Kindes. Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Thüringen soll bis Ende Januar etwa die Hälfte der berechtigten Kinder zwischen fünf und elf Jahren ihre Corona-Impfung bekommen können. Sie gehe davon aus, dass dies auch in etwa dem Bedarf und den Wünschen der Kinder und Eltern entspreche, sagte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) zum Start der Kinderimpfungen am Mittwoch in Erfurt. Basis für diese Prognose seien die derzeit geplanten Impfstofflieferungen ans Land.

Von Donnerstag an sollen dann auch die Impfstellen in Gera, Sömmerda und Leinefelde in die Impfkampagne einsteigen und nach Weihnachten geht es landesweit los. Zusätzlich impfen auch Ärzte in ihren Praxen. Die Stadt Jena plant zudem am Donnerstag die Öffnung eines kommunalen Kinfer-Impfzentrums. In Thüringen gibt es nach Ministeriumsangaben rund 131 000 Kinder zwischen fünf bis elf Jahren.

An den Impfstellen des Landes werden Kinder- und Jugendärzte sowie erfahrene Fachärzte für Allgemeinmedizin, die auch Kinder behandeln, Kinder von fünf bis elf Jahren impfen, sagte die Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KVT), Annette Rommel. Diese seien in der Lage einzuschätzen, ob eine Impfung für ein Kind möglich ist und könnten auch Aufklärung für die Eltern leisten. Auch mehr Zeit als bei Erwachsenen werde für Kinderimpfungen eingeplant. Sie erwarte, dass etwa eine Viertelstunde pro Kind zur Verfügung steht.

«Ich denke das ist das Wichtigste, dass man das gut vorher entscheidet und miteinander bespricht», sagte Werner. Viele Kinder machten sich sehr große Sorgen und wollten sich selbst schützen oder ihre Verwandten, die sich vielleicht nicht impfen lassen könnten.

Auch zur Entspannung an der Situation an Schulen wollten viele von ihnen beitragen, erläuterte die Ministerin weiter. Die Impfung sei gut erprobt und man wisse, dass sie nur wenige Nebenwirkungen habe. Sie schütze vor einer Ansteckung, vor einer Erkrankung und vor einem schweren Verlauf. Für die Gruppe der 12-17-Jährigen, die schon länger geimpft werden können, hatte das Gesundheitsministerium zuletzt erste Zahlen veröffentlicht, wonach es nur etwa 0,19 Prozent Impfdurchbrüche mit symptomatischen Verlauf in der Gruppe gegeben hatte.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte eine Impfung von Kindern von fünf bis elf Jahren empfohlen, die Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf oder Angehörige mit hohem Risiko haben. Außerdem können Eltern nach individueller Aufklärung auch ihre gesunden Kinder impfen. Darauf verwies ebenso die KVT.

Für Fünf- bis Elfjährige wird ein niedriger dosiertes und anders abgefülltes Präparat im Vergleich zum herkömmlichen Biontech/Pfizer-Impfstoff verwendet. Von dem mRNA-Vakzin sollen laut Stiko zwei Dosen im Abstand von drei bis sechs Wochen gegeben werden. Für jüngere Kinder gibt es noch keinen zugelassenen Impfstoff.

© dpa-infocom GmbH

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