Proteste gegen strengere Corona-Regeln an Schulen

08.11.2021 Zum Unterrichtsbeginn nach den Herbstferien an allen Thüringer Schulen in der höchsten Corona-Warnstufe haben Eltern teilweise gegen die strengeren Regeln protestiert. Es seien an einigen Schulen unter anderem wütende Schreiben von Eltern eingegangen, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums am Montag. Insgesamt sei die Stimmung angespannt. An einer Südthüringer Grundschule in Brotterode-Trusetal (Schmalkalden-Meiningen) habe es auch eine Demonstration von Eltern gegen die Maskenpflicht im Unterricht gegeben. Details dazu waren zunächst nicht bekannt.

«Zutritt nur mit Mundschutz!» steht am Eingang einer Schule. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Vorsitzende des Thüringer Lehrerverbandes, Rolf Busch, zeigte sich empört über die Proteste. «Das geht gar nicht», sagte er. Lehrer und Schüler könnten nichts für die Corona-Maßnahmen. «Wenn es eine Demonstration gegen die Maßnahmen geben soll, dann sollte sie vor dem Bildungsministerium stattfinden.» Busch betonte zugleich, dass er die Corona-Maßnahmen an den Schulen für notwendig halte. «Schulen sind der ganz falsche Adressat für solche Proteste. Schulen sollten kein Ort von Protesten sein.» Nach Angaben des Ministeriums gab es aber auch Zuspruch für die Maßnahmen und Bestärkungen, die Schulen geöffnet zu halten.

In Thüringen war für die rund 249 000 Schülerinnen und Schüler am Montag der erste Schultag nach zwei Wochen Herbstferien. In dieser Zeit waren die Corona-Infektionszahlen im Freistaat rasant gestiegen und die Belastung des Gesundheitssystems nahm zu. Inzwischen liegen alle Landkreise und kreisfreien Städte in der höchsten Warnstufe drei, so dass auch an den Schulen deutlich strengere Infektionsschutzregeln gelten als noch vor den Ferien. Dazu gehört unter anderem eine Maskenpflicht im Unterricht und eine Testpflicht für alle, die nicht geimpft oder von Covid-19 genesen sind. Weigern sich Eltern, ihre Kinder testen zu lassen, droht ihnen ein Bußgeld.

Nach Angaben des Ministeriumssprechers ist die Versorgung der Schulen mit Corona-Tests zum Schulstart gesichert - «auch wenn landesweit nur geringe Puffermengen vorhanden sind». Ausreichende Testmengen seien auf dem Weg oder bereits vorhanden. «An den meisten Schulen hatten wir noch aus Altbeständen genug Tests.» Demnach wird in dieser Woche der zweite Teil einer Lieferung von insgesamt 770 000 Corona-Tests erwartet. Außerdem soll eine weitere Lieferung von 400 000 Tests voraussichtlich am Dienstag in Deutschland eintreffen. Das Bildungsministerium wollte noch am Montag weitere 410 000 Tests bestellen, deren Lieferzeit etwa drei Wochen beträgt.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Tv & kino

RTL-Show: Das gab's noch nie im Dschungelcamp: Die Prüfung fällt aus

Sport news

Tennis: Wie 2019: Collins im Halbfinale der Australian Open

Internet news & surftipps

Technologie: Mehr als jedes dritte deutsche Unternehmen nutzt IoT

Familie

Umfrage unter Müttern: Jede zweite Frau hat nach Geburt Inkontinenz erlebt

Auto news

Angebot leicht verringert: Bahn kürzt wegen Omikron einzelne Züge

Das beste netz deutschlands

Vernetzung: Mehr als jedes Dritte Unternehmen nutzt Internet der Dinge

People news

Film: Krasinski holt Carell - Projekt mit «Traumbesetzung»

People news

Werbung: Viel Humor: Mila Kunis und Demi Moore in Werbespot

Empfehlungen der Redaktion

Regional thüringen

Viel Kritik vor dem Schulstart: Testpflicht für Schüler gilt

Regional thüringen

CDU plädiert für Corona-Tests an Kindergärten

Regional thüringen

Lehrer und Eltern: Schulen nicht gut gerüstet für Winter

Regional thüringen

Ministerium rechnet mit Testpflicht an Schulen von Montag an

Regional rheinland pfalz & saarland

Lernen, Leben, Lachen: Rahmen für Schulstart gesetzt

Regional thüringen

SPD will Corona-Tests an Schulen über 24. November hinaus

Regional thüringen

Corona-Maßnahmen an Schulen: CDU-Fraktion kritisiert Holter

Regional thüringen

Lehrerverband: 14 Tage Test- und Maskenpflicht nach Ferien