Bildungsminister erwägt Distanz- und Wechselunterricht

21.12.2021 Längere Zeit waren Schulschließungen und Distanzunterricht in Thüringen kein Thema. Eine drohende Infektionswelle mit der Omikronvariante des Coronavirus veranlasste den Bildungsminister, die Lage nun neu zu bewerten.

Helmut Holter (Linke), Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport, sitzt im Thüringer Landtag. Foto: Michael Reichel/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Aufgrund einer drohenden Corona-Infektionswelle hat sich Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) dafür ausgesprochen, den Unterricht nach den Weihnachtsferien später und nicht in Präsenz zu starten. «Ich schließe Distanzunterricht in den ersten Tagen nicht aus, und dann anschließend auch einen Wechselunterricht», sagte Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) der Deutschen Presse-Agentur. Einen entsprechenden Vorschlag wolle er am Mittwoch dem Kabinett unterbreiten, das dann darüber beraten soll.

Zugleich forderte Holter eine «Gesamtstrategie» in Deutschland. «Omikron macht mir sehr große Sorgen», sagte Holter. Schulen müssten einen Beitrag dazu leisten, die Kontakte zu reduzieren. «Dieses Virus ist ein rasantes Virus und unheimlich schnell unterwegs», sagte Holter.

Die Omikron-Variante des Coronavirus gilt als deutlich ansteckender als die derzeit in Deutschland vorherrschende Delta-Variante. Außerdem kann sie den Schutz einer Impfung teilweise umgehen. Daher befürchten Experten, dass sich binnen kurzer Zeit sehr viele Menschen anstecken und damit gleichzeitig erkrankt oder in Quarantäne sein könnten. Das wiederum könnte eine Gefahr für die kritische Infrastruktur darstellen.

Holter betonte, die Wissenschaft vermittle, dass diese Coronavirus-Variante keinen Unterschied zwischen Erwachsenen und Jugendlichen mache. «Alle werden betroffen sein», so Holter. Daher müsse man überlegen, wie man Gesundheitsschutz und Bildung «unter diesen neuen Bedingungen» in Übereinstimmung bringen könne.

Holter plädiert dafür, an den ersten beiden Schultagen im neuen Jahr keinen Unterricht anzubieten. Stattdessen sollen sich die Lehrerinnen und Lehrer am 3. und 4. Januar auf die neue Situation an den Schulen einstellen können. Die Weihnachtsferien sollten sie zur Erholung nutzen. Für die zwei unterrichtsfreien Tage soll es nach Angaben des Bildungsministeriums Betreuungsmöglichkeiten geben. Allerdings appelliere man, die Kinder möglichst nicht in die Schule zu schicken.

Die Landeselternvertretung (LEV) unterstützt die Pläne des Bildungsministers, wie die Sprecherin Claudia Koch mitteilte. «Nach zwei schulfreien Tagen im Januar müssen wir auch in den Schulen wieder Kontakte reduzieren – mit Distanz und Notbetreuung», heißt es in einer Mitteilung der LEV.

© dpa-infocom GmbH

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