Arbeitslosigkeit zum Jahresende in Thüringen gestiegen

04.01.2022 Der Thüringer Arbeitsmarkt hat sich trotz Corona-Pandemie bislang als robust gezeigt. Nach dem im Winter üblichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen rechnet die Landesarbeitsagentur wieder mit einer Frühjahrsbelebung.

Das Logo der Bundesagentur für Arbeit leuchtet. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Thüringer Arbeitsmarkt ist bislang glimpflich durch die Corona-Krise gekommen. Zwar nahm die Zahl der Arbeitslosen zum Jahresende saisonbedingt zu, wie die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte. Doch entspreche der Anstieg dem Vorpandemiejahr 2019. Im Dezember 2021 waren im Freistaat 54.600 Männer und Frauen ohne Job. Das waren 1500 Erwerbslose mehr als im November, aber 10.300 weniger als im Dezember 2020.

Die Arbeitslosenquote stieg im Monatsvergleich leicht auf 4,9 Prozent. Das ist dennoch die niedrigste Quote unter den Ost-Ländern. «Der Arbeitsmarkt in Thüringen zeigt sich weiterhin sehr robust», sagte der Chef der Regionaldirektion, Markus Behrens. Trotz des um diese Jahreszeit üblichen Anstiegs der Arbeitslosigkeit war das den Angaben zufolge der niedrigste Dezemberwert seit 1991.

Arbeitgeber halten sich in den Wintermonaten insbesondere in Berufen, wo Menschen im Freien arbeiten, bei Neueinstellungen zurück. Das betrifft zum Beispiel die Landwirtschaft oder den Bau. Dennoch steige der Bedarf an Fachkräften. So seien derzeit 5100 freie Stellen mehr gemeldet als noch vor einem Jahr. Auch zeigten die Unternehmen im Dezember für etwa 7800 Beschäftigte Kurzarbeit an. Das waren mehr als noch im November, als für 4500 Arbeitnehmer Kurzarbeit angezeigt wurde. Betroffen seien vor allem Gastronomie, Beherbergung und persönliche Dienstleistungen.

Erstmals seit April erhöhte sich zum Ende des Jahres saisonbedingt auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Thüringen wieder. So waren den Angaben zufolge im Dezember 22.700 Männer und Frauen länger als ein Jahr ohne Job und damit 100 mehr als im November und 100 mehr als im Dezember 2020. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Erwerbslosen stieg damit in Thüringen innerhalb eines Jahres um 6,7 Prozentpunkte auf 41,5 Prozent.

Im Schnitt waren im vergangenen Jahr laut der Regionaldirektion 62.200 Menschen in Thüringen ohne Arbeit - 4500 weniger als 2020. Arbeitgeber meldeten im vergangenen Jahr 55.400 neue Arbeitsstellen. Das waren 7300 mehr als 2020. Behrens rechnet damit, dass die Arbeitslosigkeit auch in den kommenden Monaten dem typischen Saisonmuster folgt und nach einem weiteren Anstieg im Winter dann im Zuge der Frühjahrsbelebung wieder zurückgeht.

Der Stichtag für die Erfassung der Arbeitsmarktdaten war nach Angaben der Regionaldirektion der 13. Dezember 2021.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

2. bundesliga

Relegation: Kaiserslautern wieder in 2. Liga: Team und Betze feiern

Musik news

Altrocker: «Geiles Konzert. Danke Schwerin!» - Udo Lindenberg auf Tour

Musik news

Rockband: Rocker Steven Tyler auf Entzug - Aerosmith sagt Konzerte ab

Musik news

«Udopium»-Tour: Erstes Lindenberg-Konzert nach drei Jahren

Internet news & surftipps

Snapchat: Snap-Aktie fällt um 40 Prozent nach Geschäftswarnung

Auto news

Automobilwirtschaft: Brennstoffzellen treiben neue Transporter an

Das beste netz deutschlands

Featured: Giga AR Fitness App: Dein Workout mit Augmented Reality

Handy ratgeber & tests

Featured: Smarte Vatertag-Gadgets: Von der Bluetooth-Kühlbox bis zur Flugdrohne

Empfehlungen der Redaktion

Regional thüringen

Arbeitsmarkt: Weniger Arbeitslose: Unsicherheiten wegen Ukraine-Krieg

Regional thüringen

Arbeitsmarkt erholt sich weiter: Weniger Kurzarbeit

Regional sachsen anhalt

Mehr Arbeitslose zum Jahresende: Viele Kurzarbeit-Anträge

Regional thüringen

Thüringer Arbeitsmarkt trotzt Corona-Krise

Regional niedersachsen & bremen

Üblicher Anstieg im Winter: Mehr Arbeitslose im Nordwesten

Regional sachsen anhalt

Arbeitsmarkt erholt sich: Arbeitslosenzahl auf Tiefstand

Regional bayern

Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit in Bayern

Regional sachsen anhalt

Mehr Arbeitslose im Land: Hoffen auf milde Omikron-Welle