Stipendienprogramm für Künstler wieder nicht ausgeschöpft

11.07.2021 Kulturschaffenden sind in der Pandemie nahezu alle Auftritts- und Ausstellungsmöglichkeiten weggebrochen. Damit auch ihr Einkommen. Sachsen-Anhalt bot Hilfe an - und bleibt zum Teil darauf sitzen.

Leere Sitzreihen im Saal des Opernhauses des Theater Magdeburgs. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sachsen-Anhalt will von der Corona-Krise gebeutelte Künstlerinnen und Künstler finanziell unterstützten - die Nachfrage ist aber auch bei der zweiten Auflage eines Stipendienprogramms geringer ausgefallen als erwartet. Bei der Neuauflage des Programms «Kultur ans Netz» seien zwischen Anfang April und Anfang Juni etwa 640 Anträge eingegangen, wie die Investitionsbank (IB) Sachsen-Anhalt auf Nachfrage mitteilte. Das Ministerium für Kultur war davon ausgegangen, dass 1000 Künstlerinnen und Künstler aller Sparten von dem Programm profitieren können.

Laut der IB sind bislang 512 Anträge positiv beschieden worden, rund 130 würden noch bearbeitet. In der Summe seien damit bislang rund 2,23 Millionen Euro bewilligt - und davon etwa 2,0 Millionen Euro ausgezahlt. Für die zweite Auflage von «Kultur ans Netz» hat das Land 4,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Gefördert werden hauptberufliche Kulturschaffende mit Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt in den Sparten Musik, Bildende Kunst, Medienkunst, Darstellende Kunst, Literatur und intermediale Kunstformen. Es gibt Zuschüsse von 1500 Euro monatlich für eine Dauer von bis zu drei Monaten. Die Kultur war einer der Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, der von Schließungen, Einschränkungen und Absagen von Veranstaltungen wegen der Pandemie stark betroffen war.

Schon die erste Auflage des Stipendienprogramms war auf geringere Resonanz gestoßen als erwartet. 2020 waren 500 Anträge eingegangen. Von etwa 2000 war das Kulturministerium zuvor ausgegangen. Am Ende wurden laut der Investitionsbank 448 Anträge über rund 1,32 Millionen Euro bewilligt und ausgezahlt. Dabei waren sechs Millionen Euro eingeplant gewesen.

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