Land bereitet sich auf Personalausfälle wegen Omikron vor

11.01.2022 In Sachsen-Anhalt gibt es noch nicht viele Omikron-Fälle. Wenn eine neue Corona-Welle das Land treffen sollte, könnte es jedoch zu Problemen in der kritischen Infrastruktur kommen. Doch das Land ist gewappnet.

Ein Mitarbeiter der Stadtwache trägt einen Mund-Nase-Schutz an seiner Weste. Foto: Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Noch sind die nachgewiesenen Fälle der neuen Corona-Variante Omikron in Sachsen-Anhalt überschaubar. Für den Fall erhöhter Personalausfälle durch eine weitere Infektionswelle sehen sich aber viele Kommunen, Krankenhäuser und die Polizei in Sachsen-Anhalt vorbereitet. Vielerorts bestehen schon seit Beginn der Pandemie entsprechende Notfallpläne, die jetzt noch einmal angepasst werden, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht.

Die Einsatz- und Arbeitsfähigkeit der Landespolizei bleibe sichergestellt, hieß es seitens des Innenministeriums in Magdeburg. Die Schutz- und Hygienemaßnahmen wie Maskenpflicht in Dienstgebäuden und -fahrzeugen oder tägliche Tests würden regelmäßig überprüft. Außerdem sei vorsorglich ein mehrstufiger Maßnahmen-Plan erstellt worden, um die Einsatz- und Arbeitsfähigkeit auch bei einem möglicherweise erhöhten Infektionsgeschehen durch die Omikron-Variante zu erhalten.

Auch die Krankenhäuser sind alarmiert und bereiten sich auf weitere Ausfälle vor. Schon jetzt gebe es teils große Engpässe, was Normalbesetzung der Stationen angehe, sagte ein Sprecher der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt. Man sei wachsamer und sensibler. Auch künftig werden demnach wohl planbare Optionen so weit es geht reduziert und verschoben werden müssen. Es gebe außerdem Überlegungen, wonach Krankenhäuser in Zukunft unabhängig vom Träger zusammenarbeiten und etwa die Dienstpläne bestimmter Fachrichtungen miteinander abgleichen könnten. So könne immer die Versorgung bestimmter Krankheiten in einer Gegend sichergestellt sein, sagte der Sprecher.

Die Stadt Weißenfels schätzt bei einem Ausfall von mehr als 50 Prozent der eigenen Beschäftigten die Situation als kritisch ein. In bestimmten Bereichen - etwa bei der Feuerwehr - drohe aber schon eher ein Zusammenbruch, teilte eine Sprecherin mit. Es gebe auch dort einen Pandemieplan, der bisher Wirkung gezeigt habe. In Dessau-Roßlau gibt es eigenen Angaben zufolge in der Feuerwehr umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen - dazu gehört eine tägliche Testung auch der vollständig geimpften Einsatzbeamten der Berufsfeuerwehr. In den Freiwilligen Feuerwehren erfolge eine strikte Trennung zwischen den Wehren bei gleichzeitiger Begrenzung der Kameraden pro Fahrzeug und einer Reduzierung der Aus-und Fortbildung auf ein notwendiges Maß, so ein Sprecher.

Auch die Stadt Halle stellt sich eigenen Angaben zufolge kontinuierlich auf wechselnde Corona-Lagen ein. Die Stadt stimme sich regelmäßig intern sowie mit externen Partnern ab – unter anderem der Polizei, den Ver- und Entsorgungsbereichen der Stadtwerke, den Krankenhäusern und dem Rettungsdienst, heißt es seitens eines Sprechers. «Wir sind quasi durch verschiedenste Pandemie- und Krisenpläne, ein gruppenweit einheitliches Krisenmanagement und viele freiwillige Maßnahmen gut gerüstet», ergänzt eine Sprecherin der Stadtwerke Halle. Magdeburg hat ebenfalls Notfallpläne, die laut einem Sprecher inzwischen aktualisiert wurden.

Damit weitere Maßnahmen gar nicht erst ergriffen werden müssen, setzen viele vor allem aber auf Prävention: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen etwa soweit möglich aus dem Homeoffice arbeiten. So etwa in Weißenfels und Stendal. In Wittenberg dürfen in Vier-Personen-Büros mittlerweile höchstens zwei Personen sitzen - besser nur eine Person.

In Sachsen-Anhalt betrug die Zahl der Corona-Fälle der neuen Omikron-Variante laut dem Robert Koch-Institut am Dienstag 143. Davon wurden den Angaben zufolge bisher 20 Fälle labordiagnostisch sequenziert und 123 Verdachtsfälle mittels variantenspezifischer PCR-Tests festgestellt.

© dpa-infocom GmbH

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