Kommunen bekommen steigende Energiepreise zu spüren

19.12.2021 Auch Städte und Gemeinden müssen aktuell mehr Geld für Energie ausgeben als in den vergangenen Jahren. Um Kosten zu sparen, versuchen die Kommunen, auf LEDs umzurüsten und die Beleuchtung in der Nacht zu dimmen.

Lutz Trümper (SPD) spricht. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Stadt Wernigerode hat schon gehandelt: Um Energiekosten zu sparen, wird bei etwa der Hälfte der 5800 Lichtpunkte zwischen 23 und 5 Uhr die Beleuchtung um 30 Prozent abgesenkt, zum Teil sind diese auch mit einer Halbnachtschaltung versehen. «Die steigenden Energiekosten sowie die allgemein angespannte Haushaltslage führen dazu, Einsparpotenzial bei der Straßenbeleuchtung zu suchen», heißt es aus der Stadtverwaltung.

So wie der Stadt Wernigerode geht es aktuell vielen Kommunen in Sachsen-Anhalt. Die steigenden Energiepreise machen sich bei den Kosten für die Straßenbeleuchtung und beim Betrieb des Öffentlichen Nahverkehrs bemerkbar. «Die hohen Energiepreise werden die Kommunen schwer treffen. Es ist ja keine Option, bei steigenden Kosten weniger Straßenbahnen fahren zu lassen», sagt Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD), der auch Präsident des Städte- und Gemeindebundes in Sachsen-Anhalt ist. «Alle wollen immer, dass der ÖPNV preiswerter wird. Irgendjemand muss aber die Kosten bezahlen, zumal wenn die Energiekosten steigen.»

Die Städte und Gemeinden versuchen sich zu helfen, indem sie bei der Beleuchtung auf stromsparende LED umstellen. In Burg (Jerichower Land) geschieht das bereits, auch in Halle, Magdeburg oder Wernigerode. In der Stadt im Harz beträgt der Anteil der LED-Leuchtmittel aktuell 15 Prozent. Auch die Fahrbahn des Magdeburger Rings wird seit dem Jahr 2016 mit LEDs beleuchtet.

Für viele Kommunen ist die Umrüstung ein finanzieller Kraftakt, sagt Trümper. «Wenn ich die Straßenbeleuchtung auf LED umstellen und langfristig Energiekosten sparen will, muss ich erstmal investieren.» An Radwegen oder in Neubaugebieten werden in der Landeshauptstadt in der Regel LED-Neuanlagen aufgestellt. Jährlich bis zu 300 000 Euro wendet Magdeburg jedoch auch dafür auf, um auf LEDs umzustellen, die sich dimmen lassen.

Dass das jedoch nicht überall die passende Lösung ist, stellt man im Harz klar. Laut der Stadtverwaltung können bestimmte Bereiche aus Verkehrssicherungsgründen nicht gedimmt werden.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

1. bundesliga

Relegation: «Überragend»: Magath rettet Hertha - HSV verpasst Aufstieg

Gesundheit

CovPass-App: Was tun, wenn der digitale Impfnachweis abläuft?

Tv & kino

Glamour & Protest : Das Filmfestival Cannes in Kriegszeiten

People news

Ex-Monarch: Spaniens Altkönig gelingt keine Wiedergutmachung

People news

Royals: Queen besucht Londoner Blumenschau auf Golf-Buggy

Internet news & surftipps

Cambridge Analytica: US-Staatsanwalt klagt gegen Facebook-Gründer Zuckerberg

Internet news & surftipps

Netzkriminalität: Faeser: Anpassung der Jagd nach Sexualstraftätern

Das beste netz deutschlands

Smartphone: Wenn der Handywecker morgens stumm bleibt

Empfehlungen der Redaktion

Regional sachsen anhalt

Kommunen: Hohe Energiepreise: Städte sparen teilweise bei Beleuchtung

Panorama

Kommunen: Hohe Strompreise: Erste Städte sparen bei der Beleuchtung

Regional sachsen

Energie: Trotz hoher Preise: Städte sparen nicht bei Beleuchtung

Regional sachsen

Sachsens Städte sparen mit LED-Beleuchtung Energie

Regional baden württemberg

Umwelt: Neue Lampen sollen Energie sparen und Insekten schützen

Regional sachsen anhalt

Energiepreise: Kommunen im Land stellen sich auf Budgetanpassung ein

Regional sachsen anhalt

Wahl: Zweite Runde in Magdeburg: Wähler bestimmen Stadtoberhaupt

Inland

Finanzen: Studie: Pandemie und Krieg belasten kommunale Haushalte