Höhere Spenden für Parteien in Sachsen-Anhalt im Wahljahr

23.01.2022 Wahlkämpfe sind teuer - in Sachsen-Anhalt standen 2021 mit Landtags- und Bundestagswahl gleich zwei an. Um diese zu finanzieren, sind die Parteien auch auf Spenden angewiesen. Und die gingen im vergangenen Jahr deutlich nach oben.

Eurobanknoten liegen auf einem Tisch. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sachsen-Anhalts Parteien haben im Wahljahr 2021 deutlich mehr Spenden erhalten als in den Vorjahren. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur hervor. Besonders profitiert haben die Christdemokraten: Während sonst im Jahresdurchschnitt rund 55 000 Euro eingeworben werden, war das Aufkommen 2021 «um 330 000 Euro höher», wie eine Sprecherin mitteilte. Bei der Landtagswahl im Juni hatte die CDU mit 37,1 Prozent die meisten Stimmen geholt.

Auch die Grünen verzeichnen ein deutliches Plus, insgesamt lagen die Einnahmen bei rund 135 000 Euro. Darin enthalten waren jedoch auch «zwei große Spendenweiterleitungen vom Bundesverband» in Höhe von 110 000 Euro, sagte ein Sprecher. Sonst liegt der Jahreswert zwischen 3500 Euro und 6000 Euro. Ähnlich ist die Entwicklung auch bei den Liberalen: Während in Jahren ohne Wahlen normalerweise weniger als 10 000 Euro an Spenden zusammenkommen, lagen die Spendeneinnahmen laut FDP-Landeschefin Lydia Hüskens «aus den Bundes- und Landtagswahlkämpfen bei gut 100 000 Euro».

Die Sozialdemokraten bestätigten ebenfalls, dass das Spendenaufkommen in Wahljahren höher sei. So hat die Landes-SPD 2021 beispielsweise 17 500 Euro von Unternehmen erhalten - in den beiden Vorjahren gab es in dieser Kategorie keine Zuwendungen. Die Sozialdemokraten waren bei der Bundestagswahl im September in Sachsen-Anhalt stärkste Kraft geworden.

Die Linke teilte mit, dass das Spendenaufkommen zuletzt «relativ stabil» bei rund 90 000 Euro pro Jahr gelegen habe. Die AfD wollte auf Anfrage keine Zahlen nennen. Man werde «keine detaillierten Angaben zu eingegangenen Spenden abgeben», erklärte Landesschatzmeister Arno Bausemer. Es habe im Wahljahr jedoch ein «erhöhtes Spendenaufkommen» gegeben.

Positiv hat sich das Wahljahr auch auf die Mitgliederentwicklung mehrerer Parteien ausgewirkt. Die Mitgliedsbeiträge sind eine weitere wichtige Einnahmequelle. Sachsen-Anhalts Grüne verzeichnen einen Zuwachs von 200 Mitgliedern. 1314 Frauen und Männer gehören nun dieser Partei an. Ähnlich ist der Trend bei der FDP: Mit einem Plus von rund 150 steht die Partei nun bei 1350 Mitgliedern. Die AfD gewann minimal dazu und hat 1377 Mitglieder.

Die anderen im Landtag vertretenen Parteien erlitten Verluste. Die CDU bleibt mit rund 6000 Mitgliedern die größte Partei in Sachsen-Anhalt, verzeichnete aber im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von rund 200 Frauen und Männern. Die SPD steht bei 3366 Mitgliedern, die Linke bei 3109 Mitgliedern.

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