Gesundheitsministerin: «Wir müssen boostern gegen die Welle»

19.11.2021 Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne hat die Menschen in Sachsen-Anhalt dazu aufgerufen, sich ihre Drittimpfung abzuholen. «Wir müssen boostern gegen die Welle», sagte die SPD-Politikerin mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen am Freitag im Landtag. Die Landesregierung wolle «alles dafür tun», dass sich möglichst viele Menschen erneut gegen das Coronavirus impfen lassen.

Eine Schale mit vorbereiteten Impfspritzen für Auffrischungsimpfungen mit dem Impfstoff von Moderna liegt auf einem Tisch. Foto: Christian Charisius/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Grimm-Benne bestätigte, dass sich das Kabinett am Donnerstagabend auf eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen verständigt habe. Dazu gehöre eine flächendeckende 2G-Regelung für Innenräume. Künftig sollen nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Freizeiteinrichtungen und zur Innengastronomie haben. Auch Veranstaltungen ab 50 Personen und nicht berufliche Beherbergungen sollen der 2G-Regel unterliegen. Die Gesundheitsministerin kritisierte, dass die bisher geltenden Regelungen nicht ausreichend kontrolliert worden seien. «Wir haben nicht ein Verordnungsproblem im Land, sondern ein Vollzug- und Kontrollproblem», sagte sie.

Auch wenn die neuen Regeln in Sachsen-Anhalt erst in der nächsten Woche gelten sollen, bat Grimm-Benne am Freitag darum, dass Veranstalter und Gastronomen diese ab sofort anwenden. «Bitte nutzen Sie das schon dieses Wochenende», sagte sie.

Von den drei Oppositionsfraktionen kam Kritik. Um Impfquoten zu steigern und Impfmythen zu widerlegen, müsse das Land verstärkt auf Aufklärung setzen, verlangte die Linke. «Wir fordern die Landesregierung auf, allen Menschen im Land ein Aufklärungspaket zukommen zu lassen», sagte die Abgeordnete Nicole Anger. Außerdem müssten alle Impfzentren wieder geöffnet werden, sagte Anger.

Die Grünen-Abgeordnete Susan Sziborra-Seidlitz kritisierte, die Landesregierung habe zu zögerlich reagiert, als schon abzusehen gewesen sei, dass die Infektionszahlen dramatisch stiegen.

Die AfD ging die schwarz-rot-gelbe Landesregierung in der zum Teil sehr emotionalen Debatte ebenfalls scharf an. Fraktionsvize Ulrich Siegmund kritisierte, dass in bestimmten Einrichtungen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen eine Impfpflicht eingeführt werden solle. Damit würden Pflegekräfte, die sich nicht impfen lassen wollen, «aus dem System gedrängt», sagte er. «Sie fahren dieses Gesundheitssystem mit voller Absicht gegen die Wand.» Bei diesen Vorwürfen an die Landesregierung wandte SPD-Landesvorsitzende Juliane Kleemann dem AfD-Politiker während seiner Rede demonstrativ den Rücken zu.

© dpa-infocom GmbH

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