Digitalministerin Hüskens für Beendigung des Luca-Vertrags

11.01.2022 Sachsen-Anhalts Digitalministerin Lydia Hüskens (FDP) hat sich dafür ausgesprochen, die Zusammenarbeit des Landes mit dem privaten Anbieter der Luca-App zu beenden. Zwar sei grundsätzlich das Gesundheitsministerium für das Thema zuständig. «Wir würden aber empfehlen, den Vertrag zu kündigen, weil mit der Corona-Warn-App eine staatlich finanzierte App vorhanden ist, die Funktionalitäten analog zur Luca-App bietet», sagte Hüskens am Dienstag auf Anfrage.

Sachsen-Anhalts Digitalministerin Lydia Hüskens während eines Interviews. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die mit der Luca-App erwarteten Erleichterungen für die Gesundheitsämter seien «nicht in dem Umfang eingetreten, wie man es sich erhofft hat», sagte Hüskens. Das Gesundheitsministerium will in den nächsten Wochen Gespräche mit den Ländern führen, die die Luca-App bisher genutzt haben, und eine Entscheidung abstimmen.

Die Luca-App soll dabei helfen, Corona-Kontakte nachzuverfolgen. Die Software digitalisiert die Kontaktdaten, die Besucher beim Check-in in Restaurants oder auch Veranstaltungsstätten erfassen. Das soll den Betreibern der Einrichtungen helfen, die gesetzlich vorgeschriebene Erfassung der Besucher zu erledigen. Der einjährige Vertrag des Landes mit dem Software-Anbieter umfasst ein Gesamtvolumen in Höhe von rund 997.000 Euro und läuft Ende März aus.

Am Montag hatte bereits die Landtagsfraktion der Grünen die Landesregierung aufgefordert, den Luca-Vertrag zu beenden. Stattdessen solle auf die Corona-Warn-App «als alleinige App zur schnellen Warnung und Nachverfolgung von Kontakten» gesetzt werden.

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