Bischof Feige: Gut, dass über Missstände gesprochen wird

27.01.2022 Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige hat die groß angelegte Initiative von Kirchenmitarbeiterinnen und -mitarbeitern begrüßt, die sich in der Aktion «OutInChurch» zu ihrer sexuellen Orientierung bekennen. «Im Bistum Magdeburg müssen Mitarbeitende, die sich offen zu ihrer Homosexualität bekennen, keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen fürchten», erklärte Feige am Donnerstag.

Bischof Gerhard Feige spricht in der Kathedralkirche Sankt Sebastian in Magdeburg. Foto: Ronny Hartmann/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Gut, dass inzwischen immer offener über Missstände und Ungereimtheiten in unserer Kirche gesprochen werden kann und dabei niemand mehr Angst zu haben braucht.» Feige betonte zudem: «Es darf nicht sein, dass jemand wegen seiner sexuellen Orientierung oder seiner geschlechtlichen Identität diskriminiert oder herabgesetzt wird.»

In einer beispiellosen Aktion hatten sich am Montag 125 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der katholischen Kirche als queer geoutet und ein Ende ihrer Diskriminierung gefordert. Unter ihnen sind Priester, Gemeinde- und Pastoralreferentinnen, Religionslehrer und Religionslehrerinnen, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der kirchlichen Verwaltung.

Die Unterzeichner fordern eine Änderung des kirchlichen Arbeitsrechts, so dass die sexuelle Orientierung und die geschlechtliche Identität künftig kein Kündigungsgrund mehr sind. Außerdem sollen diffamierende Aussagen zu Geschlechtlichkeit und Sexualität aus der kirchlichen Lehre gestrichen werden. Der Zugang zu den katholischen Sakramenten und zu allen Berufsfeldern der Kirche dürfe ihnen nicht mehr vorenthalten werden. Die Initiative trägt den Namen «#OutInChurch. Für eine Kirche ohne Angst».

© dpa-infocom GmbH

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