Trotz Anreise-Chaos gewinnen Dresdner Volleyballerinnen

18.01.2022 Trotz einer chaotischen Anreise ist den Volleyball-Frauen des Dresdner SC im vierten Gruppenspiel der Champions League eine Überraschung gelungen. Der deutsche Meister setzte sich beim russischen Champion Lokomotiv Kaliningrad mit 3:1 (21:25, 25:20, 25:22, 25:22) durch. Damit revanchierten sich die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl für die glatte 0:3-Hinspielniederlage und feierten den zweiten Sieg in Pool A.

Ein Volleyballspiel. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Gegen das zum Teil ersatzgeschwächte Gastgeberteam starteten die Dresdnerinnen etwas verhalten. Doch im zweiten Durchgang erhöhten sie den Druck im Aufschlag und Angriff, standen stabiler in der Block- und Feldabwehr und lieferten dem Favoriten einen Schlagabtausch auf Augenhöhe. In der entscheidenden Schlussphase brachte eine Aufschlagserie von Madeleine Gates den Satzausgleich.

Im dritten Abschnitt starteten die Elbestädterinnen mit einer Aufschlagserie von Kapitän Jennifer Janiska und setzten sich schnell mit 10:3 ab. Zwar kämpfte sich Kaliningrad am Ende noch etwas heran, aber Janiska (21 Punkte) nutzte den zweiten Satzball. Im vierten Akt war das Geschehen wieder hart umkämpft, aber die DSC-Damen behielten die Nerven und nach 106 Minuten sorgte Monique Strubbe mit einem Aufschlag für die Entscheidung.

Dabei hatten die Anreise und die gesamte Vorbereitung für die DSC-Damen unter keinem guten Stern gestanden. Die Mannschaft war am Montagmorgen von Berlin nach St. Petersburg geflogen, und von dort sollte sie der Flieger nach Kaliningrad bringen. Doch wegen des schlechten Wetters musste umdrehen. So musste das Team in St. Petersburg übernachten, konnte erst am Dienstagvormittag nach Kaliningrad fliegen. Damit fielen auch die Trainingseinheiten am Montagabend und Dienstagvormittag weg.

Zudem stellte sich beim Team-Meeting heraus, dass vier Spielerinnen und der Trainer der Gastgeberinnen positiv auf das Corona-Virus getestet wurden und für sie andere kurzfristig einsprangen. «Die Regularien der CEV und die russischen Corona-Regeln lassen zu, dass das Spiel trotzdem ausgetragen wird. Vorsorglich fand auf unser Drängen hin nochmal ein Test bei beiden Teams statt», sagte DSC-Geschäfstführerin Sandra Zimmermann kurz vor der Partie.

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