Corona-Inzidenz sackt ab: Aber starke Zweifel an Zahlen

07.12.2021 Die Sieben-Tage-Inzidenz im Corona-Hotspot Sachsen ist nach einer am Dienstag vom Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichten Statistik deutlich gesunken. Demnach betrug die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Dienstag 1082,1, nachdem sie am Montag bei 1234,4 gelegen hatte. Allerdings gibt es starke Zweifel an den Zahlen, weil offensichtlich nicht alle Daten aus dem Freistaat an das RKI übermittelt werden konnten.

Proben für Corona-Tests werden im Diagnosticum-Labor in Plauen für die weitere Untersuchung vorbereitet. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das sächsische Sozialministerium gab die Zahl der festgestellten Neuinfektionen binnen 24 Stunden am Dienstagnachmittag mit 7974 an. Beim RKI waren es am Morgen lediglich 949. Auch die Zahl der Todesfälle lag mit 33 beziehungsweise 12 weit auseinander. Bei der Inzidenz wurden allerdings die gleichen Werte ausgewiesen.

Das Sozialministerium räumte auf Nachfrage ein technisches Problem ein. Allerdings blieb unklar, warum das RKI die Daten nicht hochladen konnte. Bei der Datenlieferung sei keine Fehlermeldung erfolgt, hieß es im Ministerium. Man habe dem RKI die Daten am Morgen noch einmal nachträglich per E-Mail gesendet.

Sozialministerin Petra Köpping (SPD) hatte wiederholt klargestellt, dass wegen Überlastung der Ämter womöglich nicht alle Infektionszahlen pünktlich gemeldet werden können. Das Landratsamt Zwickau räumte am Dienstag auf Anfrage ein, dass es einen «Erfassungsrückstand» im Gesundheitsamt gebe. Auch in der Behörde falle Personal aus, wegen Infektionen und Quarantäneanordnungen.

Sachsen hat seit längerem die höchste Inzidenz in Deutschland. Am Dienstag folgten die Nachbarländer Thüringen (1023,1) und Sachsen-Anhalt (907,7) auf den Plätzen. Bundesweit lag die Inzidenz am Dienstag laut RKI bei 432,2.

Von Montag auf Dienstag meldeten die Gesundheitsämter für Sachsen 949 Neuinfektionen. Auch diese Angabe gibt einen Hinweis darauf, dass nicht alle Fälle vom RKI erfasst sein können. Am Montag lag die Anzahl der Neuinfektionen noch bei 4242. Zuletzt war die Zahl mehrmals sogar fünfstellig.

Die Landkreise Meißen und Mittelsachsen weisen mit Werten von 2380,9 beziehungsweise 1606,8 die höchsten Inzidenzen auf. Der niedrigste Wert in Sachsen wurde mit 627,5 in der Stadt Leipzig registriert.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

1. bundesliga

Borussia Mönchengladbach: Sportchef vor Abgang?: Pressekonferenz mit Eberl angekündigt

Internet news & surftipps

Telekommunikation: Apple mit Rekord-Weihnachtsquartal trotz Chip-Knappheit

Reise

Neue Corona-Regeln: Ozeaneum öffnet zu den Winterferien

People news

Leute: Nicolas Cage hält sich Krähe als Haustier

Tv & kino

Filmpreise: «West Side Story» und «Dune» auf Oscar-Kurs

Musik news

Nie wieder Krieg: Tocotronic: Verwerfungen und Neubeginn

Handy ratgeber & tests

Featured: Android 12: Samsung, Xiaomi & Co. – diese Smartphones sollen das Update erhalten

Auto news

Urteil: Reparatur dauert lange: Zahlt Versicherung Nutzungsausfall?

Empfehlungen der Redaktion

Panorama

Robert-Koch-Institut: Corona: Inzidenz steigt sprunghaft auf 8,6

Regional sachsen

Corona-Inzidenz in Sachsen steigt wieder an

Regional hessen

Corona-Inzidenz gestiegen: Fulda ab Sonntag «Hotspot»

Regional hessen

Corona-Inzidenz steigt: Zahl der Klinikfälle niedriger

Regional sachsen

Gemeldete Corona-Inzidenz in Sachsen gesunken

Regional berlin & brandenburg

Berlin verschärft Maskenpflicht in Bussen und Bahnen

Regional hessen

Hospitalisierungsquote sinkt: Weitere fünf Todesfälle

Panorama

RKI-Zahlen: Erstmals über 200.000 Neuinfektionen gemeldet