Zahl der Arbeitslosen sinkt: Zunahme bei offenen Stellen

30.09.2021 Zwar ist die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz weiterhin höher als vor der Corona-Pandemie. Doch vom Arbeitsmarkt kommen positive Signale.

Das Logo der Agentur für Arbeit. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz ist auch im September leicht zurückgegangen. Zudem verzeichnete die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit eine unverändert hohe Nachfrage nach Arbeitskräften. Im September waren rund 104.200 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, wie die Agentur am Donnerstag mitteilte. Das waren 6200 Personen oder 5,6 Prozent weniger als im August und 18.300 Menschen oder 14,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Im September 2019 und damit vor der Corona-Pandemie wurden 95.500 Arbeitslose gezählt, das waren 8700 Personen oder 8,4 Prozent weniger als diesen September.

Die Arbeitslosenquote betrug im September 4,6 Prozent nach 4,9 Prozent im August und 5,4 Prozent vor einem Jahr. Stichtag für die Erhebung der neuen Zahlen war der 13. September.

Am deutlichsten war der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei jüngeren Frauen und Männern. «Diese hatten sich zum Teil nach dem Abschluss der Berufsausbildung arbeitslos gemeldet und haben nun den Sprung in eine Beschäftigung geschafft», erklärte Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, lag im September bei 136.400 Personen und somit 20.400 oder 13,0 Prozent unter dem Vorjahr.

Die Zahl der offenen Stellen stieg um 750 oder 1,8 Prozent auf 41 600. Das sind 11.400 oder 37,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die stärkste Nachfrage gab es in der Zeitarbeit, im Handel, im Verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Baugewerbe.

Die Kurzarbeit als Instrument zur Abfederung der Corona-Folgen für den Arbeitsmarkt verliert weiter an Bedeutung. Lediglich 110 Anzeigen für insgesamt 2300 Beschäftigte gingen bei den Agenturen für Arbeit ein. Die Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten noch nicht deren Realisierung. Zunächst geht es um eine grundsätzliche Genehmigung für die nächsten Monate. Erst nach drei Monaten kann festgestellt werden, in welchem Umfang tatsächlich kurzgearbeitet wurde. Nach den aktuellsten Hochrechnungen haben im Juni rund 9600 Unternehmen für 51 700 Beschäftigte Kurzarbeit umgesetzt.

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