Vertretungspool für Lehrkräfte hat jetzt 1725 Stellen

31.10.2021 Sie kommen bei Krankheitsfällen und zur Abdeckung von Elternzeit zum Einsatz. Rheinland-Pfalz verfolgt mit dem Vertretungspool aber auch noch einen anderen Zweck.

Ein Schwamm liegt an der Schultafel. Foto: Annette Riedl/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium hat seinen Vertretungspool für Lehrkräfte jetzt auf 1725 Stellen ausgebaut. Im laufenden Haushaltsjahr kamen 100 Stellen neu hinzu, die zu den insgesamt 345 Stellen für Lehrkräfte gehören, die neu eingerichtet wurden.

«Wir führen unseren Einstellungskurs konsequent fort», sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Die gute pädagogische Ausstattung der Schulen zeige sich in einem jungen Kollegium, den kleinsten Grundschulklassen und darin, dass alle Planstellen mit grundständig ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern besetzt seien.

Der im Schuljahr 2011/12 eingerichtete Vertretungspool verfolgt neben einer möglichst vollständigen Unterrichtsversorgung auch den Zweck, mehr ausgebildete Lehrkräfte an Rheinland-Pfalz zu binden. Das Konzept sieht vor, dass Lehrkräfte als Beamte oder Angestellte dauerhaft eingestellt werden. Sie stehen den Schulen in einer Region drei Jahre für Vertretungseinsätze von sechs Monaten oder länger zur Verfügung. So soll der Ausfall von Lehrkräften in Elternzeit oder bei Erkrankungen ausgeglichen werden. Nach drei Jahren werden die Lehrkräfte fest an einer Schule eingesetzt.

Dem Vertretungspool gehören auch 730 Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen an. Außerdem steht den Grundschulen im aktuellen Schuljahr eine Vertretungsreserve mit 268 Stellen zur Verfügung, die als «Feuerwehrlehrkräfte» bezeichnet werden. Diese Reserve wurde im Schuljahr 2021/22 um 40 Stellen aufgestockt. In einem Modellprojekt wird zurzeit an rund 200 Grundschulen erprobt, wie der Bedarf an kurzfristig auftretender Vertretung noch effizienter gedeckt werden kann. Dabei erhalten die Schulleitungen mehr Spielraum für eigene Entscheidungen. Die bisherigen Rückmeldungen der Schulen dazu seien vielversprechend, erklärte das Ministerium.

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