THW mit 2100 Kräften im Einsatz: «Folgen des Klimawandels»

15.07.2021 Das Technische Hilfswerk (THW) hat den Katastrophenschutz in den von Überschwemmungen betroffenen Ländern am Donnerstag mit rund 2100 Einsatzkräften unterstützt. In Rheinland-Pfalz seien zudem Hubschrauber aus mehreren Bundesländern zur Rettung von Menschen aus Überflutungsgebieten unterwegs, teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf Anfrage mit. Weitere Hubschrauber der Bundespolizei stünden in Bereitschaft.

Horst Seehofer (CSU), Bundesminister für Inneres. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Ich biete den Ländern jegliche Unterstützung an. Jetzt ist die Stunde der Einsatzkräfte und der Solidarität», sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) der «Bild». «Diese extremen Wetterkapriolen sind die Folgen des Klimawandels», fügte er hinzu. «Wir müssen uns viel besser darauf vorbereiten, auch beim Hochwasserschutz.» Nach Angaben seines Ministeriums waren am Donnerstag insgesamt mehr als 15.000 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen, THW und Bundeswehr im Einsatz, um Menschen zu retten sowie Wohnungen, Betriebe und Infrastruktur vor den Wassermassen zu schützen.

Die Verantwortung für den Katastrophenschutz liegt in Deutschland bei den Ländern. Sie können bei besonders schweren Unglücksfällen oder Naturkatastrophen aber Unterstützung von anderen Ländern und vom Bund anfordern, etwa vom Technischen Hilfswerk, der Bundeswehr oder der Bundespolizei. Die Innenministerkonferenz hatte sich vor dem Hintergrund der Erfahrungen in der Corona-Pandemie im Juni auf die Einrichtung eines Bund-Länder-Kompetenzzentrums beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) geeinigt.

Laut Ministerium gab es seit Beginn der Überschwemmungen über 60 behördliche Warnmeldungen und Hinweise an die Bevölkerung. Das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum beim BBK in Bonn koordinierte angeforderte Unterstützungsleistungen - etwa Hubschrauber und die Lieferung von Trinkwasser.

«Auch unsere Nachbarn in Belgien und den Niederlanden waren stark betroffen», hieß es aus dem Bundesinnenministerium. Derzeit werde geprüft, wie Deutschland dort Hilfe leisten könne.

© dpa-infocom GmbH

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