Starkes Mainzer Fußballjahr trotz Derby-Niederlage

19.12.2021 Das 0:1 in Frankfurt ärgert Bo Svensson. Doch einen Tag später wirkt der Mainzer Chefcoach mit Blick aufs große Ganze schon wieder etwas zufriedener. Sportvorstand Heidel denkt noch einmal an den Startpunkt vor knapp zwölf Monaten zurück.

Christian Heidel. Foto: Federico Gambarini/dpa-POOL/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Am Sonntag konnte Bo Svensson schon wieder lächeln. Weniger als 24 Stunden nach der für den Dänen ärgerlichen  Derby-Schlappe bei Eintracht Frankfurt saß der Cheftrainer des FSV Mainz 05 vor einer Taktiktafel und analysierte mit großer Zufriedenheit das gelungene Fußball-Jahr 2021. «Es überwiegt sehr stark mein Stolz auf die Mannschaft und die Spieler», sagte Svensson.

Tags zuvor hatte er sich nach dem 0:1 noch enttäuscht, mürrisch und vor allem sehr selbstkritisch präsentiert. Einen Grund für die Niederlage sah Svensson in der Topleistung beim 4:0 gegen Hertha BSC wenige Tage zuvor. «Wir haben gedacht, wir verwalten. Wir waren nicht bereit, das ist auch meine Verantwortung. Ich habe auch Fehler gemacht in der Vorbereitung auf dieses Spiel. Das ärgert mich sehr», sagte der 42-Jährige am Samstag. «Ich muss hinterfragen, was wir seit Dienstag gemacht haben.»

Die Jahresbilanz mit 57 Bundesliga-Punkten fällt dennoch extrem positiv aus. Fans und Verantwortliche werden die Niederlage in Frankfurt daher sicher verkraften können, schließlich boten die vergangenen zwölf Monaten einen verrückten Aufstieg vom bereits abgehängten Abstiegskandidaten zum heimlichen Anwärter auf Europa. «Das ist alles kein Glück oder Zufall. Das ist ein Resultat von harter, aber sehr, sehr guter Arbeit. Das kann nie Glück sein, wenn du in einem Kalenderjahr 57 Punkte holst», sagte Sportvorstand Christian Heidel am Sonntag. 

Heidel, Svensson und Sportdirektor Martin Schmidt hatten Anfang des Jahres ihre neuen Posten übernommen. Damals befand sich Mainz auf Platz 17 und hatte schon einen ordentlichen Rückstand auf die direkten Widersacher. «Uns ging es irgendwie darum, am 34. Spieltag noch irgendeine Chance zu haben, dass wir die Klasse halten.  Wohlwissend, dass die Wahrscheinlichkeit auf die 2. Liga damals größer war als auf die Bundesliga», sagte Heidel im Rückblick. Er habe sich gar nicht so viele Gedanken gemacht, «was wir da vorfinden», schilderte der langjährige Funktionär.

Fortan ging es fast nur noch aufwärts. Stürmer Jean-Philippe Mateta wurde abgegeben, es entstand eine echte Einheit, die schnell auch anfing zu punkten. Spieler wie U21-Kapitän Jonathan Burkardt und Karim Onisiwo entwickelten sich, im Sommer gelangen weitere wichtige Transfers wie der von Außenverteidiger Silvan Widmer aus der Schweiz. Eine Rückkehr von Mateta in diesem Winter sei nahezu ausgeschlossen, sagte Heidel.

«Wenn man das große Ganze sieht, war es ein tolles Fußballjahr für Mainz 05. Wir haben unsere Strategie und Spielweise weiterentwickelt», kommentierte Burkardt. Abwehrspieler Stefan Bell fasste den rasanten Aufstieg so zusammen: «Letztes Jahr waren wir am Boden, haben aber dann ab der Rückrunde alles richtig gemacht. Auch das bleibt unter dem Strich.»

© dpa-infocom GmbH

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