Saarland will Zahl der Verkehrsopfer halbieren

28.01.2022 Alle 15 Minuten nahm die Polizei im Saarland 2019 einen Unfall auf. Ein neues Programm soll nun für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen und die Zahl der Schwerverletzten und Toten halbieren - mindestens.

Ein Kreuz zum Gedenken an ein Opfer eines Verkehrsunfalls steht an einer Landstraße. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Vision Zero» - keine Toten oder Schwerverletzten im Straßenverkehr: Das ist das Idealziel eines 260 Seiten langen Verkehrssicherheitsprogramms (VSP) für das Saarland, das Ministerin Anke Rehlinger (SPD) am Freitag in Saarbrücken vorgestellt hat. Herzstück dieses «umfassenden Kompendiums» sei ein Register von rund 160 Sicherheitsinitiativen. Sie sollen nun besser miteinander vernetzt werden.

Nach Angaben der Verkehrsministerin gab es 2019 - dem letzten Jahr vor der Pandemie - auf saarländischen Straßen alle 15 Minuten eine Unfallaufnahme durch die Polizei. Alle zwei Stunden verunglückte ein Mensch, jeden Tag verunglückte ein Kind, alle zwei Tage wurde ein Mensch schwer verletzt und alle 14 Tage einer getötet. «Unser wichtigstes Ziel ist es, die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten in den nächsten zehn Jahren um 50 Prozent zu senken und dabei die "Vision Zero" nicht aus den Augen zu verlieren», sagte Rehlinger.

Um ein Verkehrssystem zu schaffen, in dem idealerweise kein Mensch getötet oder verletzt werde, verfolge das Programm einen ganzheitlichen Ansatz von Mensch, Verkehrsraum und Verkehrsmittel. «Miteinander sicher mobil» sei das Motto. «Sicherheit im Straßenverkehr ist eine Gemeinschaftsaufgabe», betonte die Ministerin. Durch Respekt und Rücksichtnahme könne jeder einen Beitrag dazu leisten, sicherer im alltäglichen Verkehr unterwegs zu sein. Doch auch Straßenverhältnisse, Verkehrsmittel oder Witterung beeinflussten die Sicherheit im Straßenverkehr.

Darüber hinaus gehe es zudem um wichtige saarländische Sonderthemen wie Wildunfälle und die grenzüberschreitende Verkehrssituation, aber auch um menschliches Verhalten, Straßenbauzustand, den Verkehr der Zukunft und Themen wie automatisiertes und vernetztes Fahren.

Nachdem man den Plan im Ministerrat behandelt und eine externe Anhörung stattgefunden habe, sollen nun alle relevanten Interessensgruppen in die weiteren Maßnahmen eingebunden werden um. Laut Rehlinger gehe es jetzt darum, das Programm «im wahrsten Sinne des Wortes auf die Straße zu bringen».

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

2. bundesliga

Relegation: Hamburgs Selbstverständlichkeit des Sieges

Auto news

Wegen Steuersenkung: Tankstellenbetreiber: Benzin könnte ab 1. Juni knapp werden

Musik news

Songwettbewerb: ESC-Organisatoren: Auffälligkeiten bei zweitem Halbfinale

Gesundheit

Zusätzliche Angebote : Bundestag erlaubt Grippe-Impfung in der Apotheke

People news

Ex-Tennis-Star: Anwalt: Boris Becker geht es Umständen entsprechend gut

Tv & kino

Featured: Neues von Westworld Staffel 4: Sky zeigt die neuen Folgen der dystopischen Serie parallel zur US-Premiere

Das beste netz deutschlands

Chatbots & Co: Geht Kundendienst auch ohne Telefon?

Internet news & surftipps

Elektronik: Barrierefreiheit: Neue Bedienungshilfen für Smartphones

Empfehlungen der Redaktion

Regional berlin & brandenburg

Verkehr: Land will gemeinsam mit anderen Städten mehr Tempo 30-Zonen

Regional baden württemberg

Unfälle: Fast jeden Tag ein Toter: Zahl der Verkehrsopfer gestiegen

Regional berlin & brandenburg

Verkehrssicherheit: Jarasch will verstärkt auf Tempo 30 setzen

Regional rheinland pfalz & saarland

Landtagswahl: Rehlinger: «Dafür gekämpft, dass SPD stärkste Kraft wird»

Regional rheinland pfalz & saarland

Rehlinger sieht Chance auf SPD-Regierung im Saarland

Regional rheinland pfalz & saarland

Hans: Angriff auf Ukraine bedeutet «Zeitenwende»

Regional rheinland pfalz & saarland

Rehlinger: Koalitionsvertrag ist gut für das Saarland

Regional rheinland pfalz & saarland

Saar-Landtagswahl: Wahlsiegerin Rehlinger strebt SPD-Alleinregierung an