Saarland übernimmt Beschlüsse zu Quarantäne und Isolation

07.01.2022 Das Saarland übernimmt die von der Bund-Länder-Runde beschlossenen Änderungen bei Quarantäne und Isolation in der Corona-Pandemie. Ansonsten ändere sich im Land nichts, sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Freitag in Saarbrücken. Die Runde der Länderregierungschefs mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) einigte sich angesichts steigender Zahlen der Omikron-Variante des Coronavirus darauf, die Quarantäne für Kontaktpersonen und die Isolierung Infizierter zu verkürzen und zu vereinfachen.

Eine FFP2-Maske liegt auf einem Tisch. Foto: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Demnach werden Kontaktpersonen von der Quarantäne ausgenommen, wenn sie eine Auffrischungsimpfung haben, frisch doppelt geimpft sind, geimpft und genesen sind oder frisch genesen. Für alle Übrigen sollen Isolation oder Quarantäne in der Regel nach zehn Tagen enden, wenn sie sich nicht vorher «freitesten» lassen. Das geht nach sieben Tagen. Hans sagte, die Omikron-Variante sei infektiöser, gleichzeitig könnten Betroffene weniger lang ansteckend sein. Da in den kommenden Wochen mit vielen Infizierten auch in der sogenannten kritischen Infrastruktur gerechnet werden müsse, müssten sich etwa Quarantäne-Regeln am Rande dessen bewegen, was noch wissenschaftlich vertretbar sei. Das sei bei den beschlossenen Regeln der Fall.

Die Bund-Länder-Runde hatte außerdem entschieden, Zugangsregeln für Restaurants, Cafés und Kneipen zu verschärfen. Demnach soll künftig bundesweit und unabhängig von den Corona-Zahlen eine 2G-plus-Regel gelten. Geimpfte und Genesene müssen einen tagesaktuellen negativen Corona-Test oder eine Auffrischungsimpfung vorweisen, um Zutritt zu bekommen. Im Saarland gilt diese Auflage ohnehin schon, einige Länder kündigten indes bereits an, bei 2G plus in Restaurants, Cafés und Kneipen nicht mitmachen oder dies nochmal prüfen zu wollen.

Hans sagte, das Saarland sei mit dem im Frühjahr vergangenen Jahres eingeführten Saarland-Modell Vorreiter gewesen. Insofern ändere sich nun auch nichts für den Besuch von Kneipen, Restaurants oder Cafés, 2G plus gelte seit geraumer Zeit. Gleichzeitig sagte er: «Absolute Sicherheit gibt es nicht.» Es gebe auch unzuverlässige Tests oder Corona-Fälle, die durch das Raster rutschten. Der Ministerpräsident lobte die hohe Impfbereitschaft im Saarland. Bundesweit müsse die Impfquote erhöht werden. Das gehe nur mit einer Impfpflicht als «ultima ratio». «Die Vorbereitungen dafür müssen auf den Weg gebracht werden.»

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

1. bundesliga

Bundesliga: Wolfsburg-Trainer Kohfeldt trotz Sieglos-Serie optimistisch

Reise

Fünf Gründe: Darum lohnt sich im Winter eine Reise nach Athen

Das beste netz deutschlands

Open Food Facts: App-Tipp: Barcodescanner für Lebensmittel

People news

Modewelt: Modeschöpfer Thierry Mugler mit 73 Jahren gestorben

People news

Fernsehgesicht: Entertainerin Michelle Hunziker wird 45

People news

Brandenburg: Ex-«Glücksrad»-Fee Gilzer scheitert bei Bürgermeisterwahl

Auto news

Busfahrermangel : Tausende Kräfte fehlen

Internet news & surftipps

Telekommunikation: Mobilfunk-Masten erst bauen, dann genehmigen?

Empfehlungen der Redaktion

Regional berlin & brandenburg

Gote: Senat setzt strengere Regeln für Gastronomie rasch um

Regional baden württemberg

Neue Quarantäne-Regeln gelten ab Mittwoch im Südwesten

Regional thüringen

Ramelow: 2G plus landesweit in Restaurants ab 23. Januar

Job & geld

Bund-Länder-Beschluss: 2G plus für Restaurants und Kneipen kommt

Regional baden württemberg

Corona-Ausnahmeregeln für Schüler verlängert: Alarmstufe

Inland

Bund und Länder: Lob und Kritik für neue Corona-Beschlüsse

Inland

Pandemie: Corona-Gipfel: 2G plus für Restaurants und Kneipen

Regional berlin & brandenburg

Giffey hält neue Regeln für Gastronomie für maßvoll