Rehlinger will Pflegestützpunkte aufwerten

28.01.2022 Die saarländische SPD-Vorsitzende Anke Rehlinger macht sich für die Aufwertung der Pflegestützpunkte im Land stark. «Wir sollten die Pflegestützpunkte einfach aufwerten durch einen unabhängigen Pflegeberater», sagte sie am Freitagabend in Saarbrücken bei einem Neujahrsempfang der SPD-Stadtratsfraktion. Ein solcher Berater solle vor allem auf oft unbekannte staatliche Leistungen für Pflegebedürftige oder deren Angehörige hinweisen.

Anke Rehlinger (SPD) bei einem Interview. Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zudem solle er helfen, einen Antrag zu stellen und Bürger auch daran hindern, bei der Ablehnung eines Antrags zu schnell «die Flinte ins Korn zu werfen». Er könne beispielsweise pflegenden Angehörigen den Rücken stärken, um einen Widerspruch einzulegen. «Wir haben sehr viele Leistungen. Aber die wenigsten wissen, welche Leistungen es gibt», sagte Rehlinger. «Das würde zeigen, dass wir das Pflegen von Angehörigen ernst nehmen.» Rehlinger ist SPD-Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl am 27. März.

Es sei «kein gutes Zeugnis für einen Sozialstaat, Leistungen anzubieten, sie aber nicht zugänglich zu machen, weil viele nicht erkennen, dass sie zur Verfügung stehen». Die Aufwertung der Pflegestützpunkte würde sie gerne angehen «in der nächsten Landesregierung», sagte die Wirtschaftsministerin. Sie wolle dafür sorgen, dass Gesundheit und Pflege «nicht mehr nur ein Grußwort-Thema ist, sondern eine Kernkompetenz dieser Landesregierung».

Im Saarland gibt es acht Pflegestützpunkte, in denen hilfs- und pflegebedürftige Personen sowie deren Angehörige beraten werden.

Den Vorschlag von CDU-Landeschef und Ministerpräsident Tobias Hans, zum neunjährigen Gymnasium zurückzukehren, bezeichnete Rehlinger als taktisches Manöver. «Wir Sozialdemokraten waren nie dafür, dass wir G8 einführen.» Noch vor kurzem hätten CDU-Vertreter im Landtag ein «Hohelied» auf das achtjährige Gymnasium gesungen: «Dann sich hinzustellen und plötzlich zu sagen, wir haben den Stein der Weisen gefunden - das ist das Gegenteil von glaubwürdig», sagte Rehlinger. Die damalige CDU-Regierung hatte 2001 das Abitur nach acht Jahren Gymnasialzeit eingeführt.

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