Landesumweltamt: Kreisverwaltung regelmäßig informiert

28.01.2022 Am Tag der Flutkatastrophe im Ahrtal war nach Einschätzung eines Abteilungsleiters des Landesamts für Umwelt (LfU) spätestens um 17.17 Uhr klar, «dass etwas ganz Großes kommt». Dann sei klar gewesen, dass die Wasserstände höher sein würden als bei bisherigen Hochwassern, sagte der Abteilungsleiter für Hydrologie im LfU, Thomas Bettmann, am Freitagabend im Untersuchungsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags in Mainz. Zu diesem Zeitpunkt habe seine Behörde auch eine Frühwarnung der höchsten Stufe ausgelöst.

Ein zerstörter Gasthof am Ufer der Ahr in Dernau drei Monate nach der Flutkatastrophe vom Juli. Foto: Boris Roessler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bereits um 15.26 Uhr sei ein Wasserstand von mehr als fünf Metern prognostiziert worden, «ein Wasserstand, der Handlungen nach sich ziehen würde», sagte Bettmann. Allerdings sei die Prognose gegen 19 Uhr in den Modellen zunächst wieder gesenkt worden.

An die Kreisverwaltung habe das LfU regelmäßig Info-Mails geschickt mit den Messwerten und 24-Stunden-Prognosen - insgesamt wohl 17, berichtete Bettmann. Es habe auch Meldungen im Internet und über die Warn-App Katwarn gegeben. Die Präsidentin seiner Behörde, Sabine Riewenherm, habe er kontinuierlich informiert, und diese die Kommunikation mit dem Umweltministerium übernommen.

Er habe auch mehrere Telefonate mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd und später auch mit der Aufsichts- und Dienstleistungsbehörde ADD geführt, die ihm versichert habe, die lokalen Einsatzkräfte vor Ort seien anwesend. Er habe an dem Abend und in der Nacht auch viermal mit der parteilosen Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Altenahr, Cornelia Weigand, telefoniert. «Darüber hinaus sind keine Unterstützungsleistungen abgefragt worden.»

Um 22 Uhr - kurz nachdem der Pegel Altenahr weggeschwommen war - habe Weigand in einem der Telefongespräche den Wasserstand vor Ort auf etwa sechs Meter geschätzt. «Sie berichtete auch von vorbeischwimmenden Autos und mehr.» Die Ohnmacht vor diesem Ereignis sei in dem Telefonat spürbar gewesen.

© dpa-infocom GmbH

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