Ermittlungen: Polizistin soll Impfausweise gefälscht haben

06.12.2021 Falsche Impfpässe sind mittlerweile keine Seltenheit. Das pikante jetzt im Saarland: Eine Polizistin soll am Verkauf beteiligt gewesen sein. Und auch gegen einen anderen Beamten des Landes werden Schritte geprüft, weil er gegen Corona-Auflagen verstoßen haben soll.

In einem Impfausweis ist der Eintrag einer Erstimpfung gegen das Coronavirus zu lesen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Eine Polizistin aus dem Saarland steht im Verdacht, Impfausweise gefälscht und zusammen mit ihrem Lebensgefährten verkauft zu haben. Die Wohnung und die Diensträume der in Neunkirchen beschäftigt gewesenen 32-jährigen Beamtin seien durchsucht worden, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Saarbrücken am Montag mit. Bei der Aktion am vergangenen Mittwoch seien Blanko-Impfpässe, ein gefälschter Impfpass sowie elektronische Geräte sichergestellt worden.

Gefälschte Pässe soll das Paar zu einem Einzelpreis von 100 Euro verkauft haben. Die Dienststelle «Besondere Ermittlungen und Korruption» des Landespolizeipräsidiums führe nun unter Leitung der Staatsanwaltschaft Saarbrücken die Ermittlungen wegen des Verdachts der Urkundenfälschung. Nähere Details wollte der Sprecher nicht nennen. Nach Angaben der Polizei würden beamten- und disziplinarrechtliche Schritte geprüft. Die 32-Jährige sei seit Freitag nicht mehr im Dienst. Zunächst hatte die «Saarbrücker Zeitung» berichtet.

Auch gegen einen 52 Jahre alten Polizisten würden wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln beamten- und disziplinarrechtliche Schritte geprüft. Der Beamte der Polizei in Merzig sei Ende November in Uniform ohne Maske in eine Bäckerei gegangen. Auf Nachfrage von Verkäuferinnen und Kunden soll er geantwortet haben, er brauche keine Maske, weil er ja getestet sei. Er sei für die Dauer der Prüfung in eine andere Dienststelle in den Innendienst versetzt worden.

«Solche Vorfälle werfen ein schlechtes Licht auf die Polizei. Deshalb werden wir die Vorfälle konsequent aufarbeiten», teilte Innenminister Klaus Bouillon (CDU) mit. Das Verhalten Einzelner schade allen Polizistinnen und Polizisten des Saarlandes, die seit Beginn der Pandemie für die Einhaltung der Corona-Regeln sorgen und täglich engagiert und korrekt ihren Dienst verrichten.

© dpa-infocom GmbH

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